Der Kreuz-Anhänger hat eine tiefe symbolische Bedeutung:
Unser, mein Lebensbaum, wurzelt im Kreuz, aus dem durch Christi Erlösungstat neues Leben entspringt.
Das Samenkorn ist ein Symbol für Mutter Maria Katharina, die aus der Kraft des Kreuzes die Gemeinschaft ins Leben gerufen hat und sich getragen wusste von seiner – Christi – Liebe.
So wächst im Vertrauen auf diese Kraft der Baum als Sinnbild unserer Kongregation und meines persönlichen Lebens.
Die Blätter weisen hinaus in die Welt und stehen stellvertretend für viele Länder unserer Erde, in denen ADJC für Gottes Reich wirken.
Nur in Verbindung mit dem Kreuz Jesu wird dieser Baum weiterleben.
Tod und Auferstehung in der Offenheit, in dem Hindurchsehen, machen Zukunft möglich. Das Kreuz vor der offenen „Tür“.
Zeichen für Durchgang und Neuwerden, Sicheinlassen auf Unbekanntes, vielleicht Dunkles, um daraus wieder ins Licht zu treten.
Gleichzeitig aber ist diese Offenheit Einladung: Ich lasse den Mitmenschen ein und gebe ihm teil an meinem Leben, oder aber ich komme ihm entgegen nach draußen und wirke so Begegnung.
Ursprung, Halt und Stütze aus dem Kreuz, das im Vordergrund steht – so gelingt unser Leben.
(Sr. Roswitha Ruh, Künstlerin dieses Kreuz-Zeichens)
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Maria Katharina Kasper, unsere Gründerin

"Der gute Wille vermag viel. Sind wir so recht in der Liebe zu Gott geeinigt und helfen uns miteinander aus und suchen den lieben Gott, so bringen wir noch viel fertig mit Gottes Gnade." (Mit MKK durch das Jahr; 3. August)

"Ich sage Ihnen immer und immer wieder: alles für Gott und das Wohl des Nächsten." (Mit MKK durch das Jahr; 27. März)

Die Worte Maria Katharina Kaspers zeigen, dass sie es als Willen Gottes erkennt, dem Glück der Menschen zu dienen. Diesem Auftrag fühlt sich die Gemeinschaft bis heute verpflichtet.

Maria Katharina Kasper

Katharina Kasper wird am 26. Mai 1820 in Dernbach/Westerwald geboren. Sie ist eines von acht Kindern. Durch den frühen Tod ihres Vaters Heinrich (1842), muss das Elternhaus versteigert werden. Sie verdingt sich als Tagelöhnerin zum Beispiel in der Landwirschaft. So sichert sie das Überleben der Familie.

Die eigene Erfahrung zeigt ihr wie unversorgt die Alten und Kranken des Dorfes sind. Sie sieht über ihr Einzelschicksal hinaus und sammelt Gleichgesinnte um sich.

Der von ihr gegründete religiöse Verein versorgt Kranke, Alte, Waisen und Benachteiligte. Und die Industrialisierung im 19. Jahrhundert hat viele Opfer. Um der Hilfe eine Bleibe zu geben, erfolgt 1848 der Bau des ersten Hauses.

Fotos: Kloster

Am 15. August 1851 ist die "offizielle Geburtsstunde" der Gemeinschaft. 
Fünf junge Frauen erhalten in der Pfarrkirche von Wirges das Ordenskleid und legen die ersten Gelübde ab.
Sie geloben vor Bischof Blum, arm, ehelos und gehorsam zu leben. Ihr Leben stellen sie unter den Schutz der Gottesmutter. Katharina Kasper wird die Oberin dieser religiösen Gemeinschaft. Sie wählen den Namen "Arme Dienstmägde Jesu Christi". Der Name ist Anspruch und Programm. Familien-,Waisen-und Krankenpflege sind die ersten Aufgaben der Gemeinschaft. Erst 1852 erhalten die Schwestern ihre Ordensnamen. Die Stifterin wird nun "Mutter Maria" genannt.
Rasch stoßen weiter junge Frauen hinzu. Die Gemeinschaft wächst schnell. Als Maria Katharina Kasper am 2. Februar 1898 stirbt, zählt die Gemeinschaft 1.725 Schwestern in 193 Niederlassungen.

Maria Katharina Kasper ist eine der großen Frauengestalten des 19. Jahrhunderts. Ihr Wirken ist anerkannt. Papst Paul Vl. spricht sie am 16. April 1978 selig: Ein Dasein für Gott als Option für die Armen.