Maria Katharina Kasper, unsere Gründerin
"Der gute Wille vermag viel. Sind wir so recht in der Liebe zu Gott geeinigt und helfen uns miteinander aus und suchen den lieben Gott, so bringen wir noch viel fertig mit Gottes Gnade." (Mit MKK durch das Jahr; 3. August)
"Ich sage Ihnen immer und immer wieder: alles für Gott und das Wohl des Nächsten." (Mit MKK durch das Jahr; 27. März)
Die Worte Maria Katharina Kaspers zeigen, dass sie es als Willen Gottes erkennt, dem Glück der Menschen zu dienen. Diesem Auftrag fühlt sich die Gemeinschaft bis heute verpflichtet.
Katharina Kasper wird am 26. Mai 1820 in Dernbach/Westerwald geboren. Sie ist eines von acht Kindern. Durch den frühen Tod ihres Vaters Heinrich (1842), muss das Elternhaus versteigert werden. Sie verdingt sich als Tagelöhnerin zum Beispiel in der Landwirschaft. So sichert sie das Überleben der Familie.
Die eigene Erfahrung zeigt ihr wie unversorgt die Alten und Kranken des Dorfes sind. Sie sieht über ihr Einzelschicksal hinaus und sammelt Gleichgesinnte um sich.
Der von ihr gegründete religiöse Verein versorgt Kranke, Alte, Waisen und Benachteiligte. Und die Industrialisierung im 19. Jahrhundert hat viele Opfer. Um der Hilfe eine Bleibe zu geben, erfolgt 1848 der Bau des ersten Hauses.
Am 15. August 1851 ist die "offizielle Geburtsstunde" der Gemeinschaft.
Fünf junge Frauen erhalten in der Pfarrkirche von Wirges das Ordenskleid und legen die ersten Gelübde ab.
Sie geloben vor Bischof Blum, arm, ehelos und gehorsam zu leben. Ihr Leben stellen sie unter den Schutz der Gottesmutter. Katharina Kasper wird die Oberin dieser religiösen Gemeinschaft. Sie wählen den Namen "Arme Dienstmägde Jesu Christi". Der Name ist Anspruch und Programm. Familien-,Waisen-und Krankenpflege sind die ersten Aufgaben der Gemeinschaft. Erst 1852 erhalten die Schwestern ihre Ordensnamen. Die Stifterin wird nun "Mutter Maria" genannt.
Rasch stoßen weiter junge Frauen hinzu. Die Gemeinschaft wächst schnell. Als Maria Katharina Kasper am 2. Februar 1898 stirbt, zählt die Gemeinschaft 1.725 Schwestern in 193 Niederlassungen.
Maria Katharina Kasper ist eine der großen Frauengestalten des 19. Jahrhunderts. Ihr Wirken ist anerkannt. Papst Paul Vl. spricht sie am 16. April 1978 selig: Ein Dasein für Gott als Option für die Armen.
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