Reliquie Maria Katharinas im St. Elisabethen Krankenhaus, Frankfurt/Main
„Katharina Kasper war oft in Frankfurt-Bockenheim, nun kommt sie wieder: Aber dieses mal bleibt sie für immer. Und das müssen wir feiern.“
So sagte mir eine Dame aus der Stadt bei einer Begegnung. Und so war dann im Info-Blatt der Pfarrgemeinden Frauenfrieden und St. Elisabeth zu lesen:
„Die Dernbacher Schwestern sind aus Frankfurt nicht wegzudenken. Mit dem St. Marienkrankenhaus und dem St. Elisabethen-Krankenhaus sind sie tragende Säulen der Gesundheitsversorgung unserer Stadt. Schon seit den 1870 er Jahren sind sie gemäß dem Auftrag ihres Ordens in den Bereichen Gesundheit und Bildung tätig und zu ihren Lebzeiten besuchte die Ordensgründerin die Sel. Katharina Kasper dieses Zentrum regelmäßig. Und nun kommt sie noch einmal: eine Reliquie der Ordensmutter ist nach Frankfurt Bockenheim gekommen und wird in einem Festgottesdienst am 26. Mai um 18.00 Uhr in der Kapelle des St. Elisabethen-Krankenhauses feierlich eingesetzt. Alle Freunde und Förderer des Ordens und natürlich alle Bockenheimer sind herzlich eingeladen, am Gottesdienst teilzunehmen und den nachfolgenden Empfang zur Begegnung und zum Austausch zu nutzen.“
Nach langen und reiflichen Überlegungen war es dann soweit und es war für uns eine große Freude, zu erleben, wie sehr die Gemeindemitglieder der Einladung gefolgt sind und dieses Ereignis zu ihrem eigenen machten.
In der Tat, der Geburtstag unserer Gründerin, der 26. Mai, war ein Fest der Begegnung.
Unsere große Kapelle im St. Elisabethen Krankenhaus konnte die Gottesdienstbesucher kaum fassen und alle fühlten sich mit uns verbunden.
Einige sind hier geboren, andere erzählten, wie sie hier Heilung erfuhren durften und sehr viele erinnern sich noch an die früheren Ambulanzschwestern, welche in ihren Häusern ein- und ausgegangen sind.
Als Hauptzelebrant stand Herr Pfarrer Peter Hofacker, Dekan von Frankfurt West, dem Gottesdienst vor. Ihm zur Seite unser derzeitiger Hausgeistlicher Herr Pater Paul Greif, SJ, Clemens Wittek, Diakon, Herr Pfarrer Lothar Zenetti und Herr Pfarrer Franz Beffert. Letztere fühlen sich seit Lebzeiten mit den Dernbacher Schwestern verbunden.
Da Herr Josef Welling, Goldschmied aus Koblenz, schon in vielen Kunstwerken unserer Kapelle seine Handschrift hinterlassen hat, war es nur konsequent, ihm auch die Gestaltung des Reliquienschreins zu übertragen.
Und so hat er, wie er selbst sagt, mit dem Reliquienschrein seinem Werk bei uns die Krone aufgesetzt.
Maria Katharina hat einen sehr schönen Platz am Altar im Zentrum unserer Kirche.
Man spürte während des Gottesdienstes die Begeisterung der Gemeinde, der Gäste und Besucher.
Die Mitglieder des Kirchenchores, seine Leiterin und Solistin, Frau Eva Schäfer und auch alle unsere Schwestern gaben ihr Bestes.
Anstelle einer Predigt wurde der Film von Katharina Kasper gezeigt, welcher auf große Resonanz und Interesse stieß.
Im Anschluss an die feierliche Einsetzung der Reliquie, waren alle zu einem Empfang eingeladen, bei dem sich die Gäste in einer Ausstellung über das Wirken der Dernbacher Schwestern seit 140 Jahren informieren konnten, aber auch über die derzeitigen Aktionen der Gemeinschaft. Und was man nicht lesen konnte, weil das unmittelbare Gespräch viel wichtiger war, wurde in Form von Flyern und Infobroschüren mit nachhause genommen.
Bei allen Gästen spürten wir die Freude über die „alten“ und neuen Kontakte, die entstanden sind, und den Wunsch, diese in Zukunft fortzuführen und zu vertiefen.
Sr. Marita Fabich




