Der Kreuz-Anhänger hat eine tiefe symbolische Bedeutung:
Unser, mein Lebensbaum, wurzelt im Kreuz, aus dem durch Christi Erlösungstat neues Leben entspringt.
Das Samenkorn ist ein Symbol für Mutter Maria Katharina, die aus der Kraft des Kreuzes die Gemeinschaft ins Leben gerufen hat und sich getragen wusste von seiner – Christi – Liebe.
So wächst im Vertrauen auf diese Kraft der Baum als Sinnbild unserer Kongregation und meines persönlichen Lebens.
Die Blätter weisen hinaus in die Welt und stehen stellvertretend für viele Länder unserer Erde, in denen ADJC für Gottes Reich wirken.
Nur in Verbindung mit dem Kreuz Jesu wird dieser Baum weiterleben.
Tod und Auferstehung in der Offenheit, in dem Hindurchsehen, machen Zukunft möglich. Das Kreuz vor der offenen „Tür“.
Zeichen für Durchgang und Neuwerden, Sicheinlassen auf Unbekanntes, vielleicht Dunkles, um daraus wieder ins Licht zu treten.
Gleichzeitig aber ist diese Offenheit Einladung: Ich lasse den Mitmenschen ein und gebe ihm teil an meinem Leben, oder aber ich komme ihm entgegen nach draußen und wirke so Begegnung.
Ursprung, Halt und Stütze aus dem Kreuz, das im Vordergrund steht – so gelingt unser Leben.
(Sr. Roswitha Ruh, Künstlerin dieses Kreuz-Zeichens)
dernbacher.de>  Neues aus unserer Mission in Nigeria, SANU

Neues aus unserer Mission in Nigeria, SANU

Ernteaktion

Schule mit den Kleinsten

In Nigeria haben wir jetzt im September noch Regenzeit, und das heißt viel Arbeit im Garten und vor allem auf den Feldern. Das Leben vieler Menschen richtet sich nach dem von der Natur vorgegebenen Rhythmus: säen und pflanzen, die wachsende Saat pflegen, ernten. Auch in unserem Formationshaus haben wir ein großes Stück Land, das wir bebauen. Wir pflanzen Erdnüsse, Mais, Cassava und Yam. Da in der Regenzeit das Unkraut fast noch schneller wächst als alles andere, müssen wir regelmäßig jäten, damit unsere Pflanzen nicht erstickt werden. Wenn wir ernten können, wissen wir, dass sich unsere Mühe gelohnt hat. Wir sind sehr dankbar, dass wir auf diese Weise einen Teil unseres Bedarfs an Lebensmitteln decken und auch mit unseren anderen Niederlassungen teilen können.
 
Bei besonders großen Ernteaktionen bitten wir Frauen oder junge Leute aus dem Dorf um Unterstützung. So war das auch im August, als wir Cassava geerntet haben. Es ist wirklich harte Arbeit, die Wurzeln aus dem Boden zu ziehen, weil wir hier schweren Boden haben. Da Cassava leicht verdirbt, wenn es erst einmal geerntet ist, muss es sofort verarbeitet werden. Die Wurzeln werden erst geschält und dann gründlich gewässert wegen des hohen Blausäuregehalts. Anschließend werden die Wurzeln zur Mühle gebracht und in einem letzten Schritt wird das Mahlgut über dem offenen Feuer geröstet, damit wir es aufbewahren können. Das so gewonnene feinkörnige Pulver wird zu Gari, einem steifen Brei, verarbeitet und zu Suppen gegessen. Je nach Region ist Gari eines der Hauptnahrungsmittel. Es werden auch noch andere Speisen aus Cassava hergestellt; doch in jeder Art der Vorbereitung steckt viel Arbeit. Mit dieser Aktion waren wir fast eine Woche beschäftigt. Am Ende hatten wir sechs große Säcke mit Gari. Drei davon gingen an Konvent und Kinderhaus in Mgbele. Sowohl in Garam wie in Mgbele werden wir damit für etwa drei Monate genug Gari haben für alle Mahlzeiten.
 
Derzeit erfreuen wir uns auch an unseren selbstgepflanzten Erdnüssen, die wir gekocht oft als Nachtisch essen. An solchen Abenden sitzen wir dann länger am Tisch, da Erdnüsse offensichtlich die Kommunikation anregen.
 
Im September hat auch die Schule wieder begonnen. Inzwischen haben wir an allen drei Standorten Schulen. Da unsere Schulen in Azhin Kasa, Mgbele, Area 4 und Ifetedo im ländlichen Bereich sind, wirkt sich auch die Regenzeit mit allen notwendigen Arbeiten auf den Feldern aus: Nicht alle Kinder sind schon am ersten Schultag nach den Ferien wieder da. Unsere Schwestern gehen dann von Haus zu Haus, um die Eltern zu informieren. Im ländlichen Bereich können Eltern oft nicht lesen und schreiben, so dass wir keine schriftliche Mitteilung schicken können.     Doch die Eltern wissen, wie wichtig Bildung ist. Das zeigt sich an der Zahl der Kinder, die unsere Schulen besuchen. An allen Schulen unterrichten Schwestern mit angestellten Laien. Unsere Gioja-Schule in Mgbele wird durch eine Schweizer Organisation finanziert. Dort sind 115 Kinder angemeldet. Neben einer Grundschulklasse gibt es fünf Kindergartengruppen. Sechs Lehrer betreuen die Kinder, und es gibt eine Nanny für die Jüngsten. - In unserer Schule in Azhin Kasa sind derzeit 212 Kinder angemeldet. Die Kleinsten sind in drei Gruppen aufgeteilt, dazu haben wir drei Kindergarten- bzw. Vorschulklassen sowie Grundschulstufen 1 und 2. Acht Lehrerinnen und Lehrer kümmern sich hier um die Kinder. – In unserer Schule in Ifetedo unterrichten neun Lehrer, unterstützt von zwei Helferinnen, derzeit  54 Kinder in je zwei Kindergarten- und Vorschulklassen und einer Grundschule mit den Klassen 1 bis 3. Zu dieser unserer neuesten Schule kommen noch 80 Kinder in der Behelfsschule in Area 4, die von 3 Lehrerinnen unterrichtet werden.
 
Der Unterricht ist wegen der vielen Sprachen im Land vor allem für unsere Schwestern eine große Herausforderung. Oft sind in einer Klasse Kinder aus drei verschiedenen Sprachgruppen. Bevor Englisch als Unterrichtssprache eingesetzt werden kann, muss irgendwie eine Verständigungsbasis gefunden werden. Doch wir dürfen immer wieder erfahren, dass es trotz aller Schwierigkeiten klappt und unsere Kinder gute Fortschritte machen.   
 
 
Bitte beten Sie für die armen und kranken Kinder in Nigeria.
Wir tun unser Bestes, um die Situation zu verbessern.

 
Eure Sr. Christeta