Nachrichten aus Brasilien
Heilige Volksmissionen
28. August bis 4. September 2011— Durchgeführt in der Pfarrei von Nossa Senhore dos Remédios – Piripiri, Piaui in unserer Diözese Parnaiba
Mit großer Freude und Begeisterung nahmen unsere fünf Kandidatinnen und Sr. Lucilene an dieser „Großen Missionarischen Woche“ unserer Diözese teil, die schon im November 2009 mit der Vorbereitung dazu begonnen hatte.
Unsere Diözese hat 26 Pfarreien und bis 2013 sollen solche Missionarischen Wochen in allen Pfarreien durchgeführt werden mit dem Ziel, die Menschen in ihrem Glauben zu stärken und so wieder Teil der Kirche zu werden.
„Es war eine wunderbare Erfahrung, die mir geholfen hat, in meiner Berufung zu wachsen und zu reifen“, teilte uns Kandidatin Taynara mit.
Während dieser Woche gab es viele Aktivitäten wie z.B.: das Aufstehen am frühen Morgen, um mit den Familienbesuchen zu beginnen, und am Abend die Feierlichkeiten und die Momente der Verbundenheit mit der Gemeinschaft.
Die Pfarrei ‚St. Johannes der Täufer‘ – Sâo Joâo da Fronteira
27. bis 31. Juli 2011 — Woche des Glaubens
Gemeinsam haben die Katecheten eine Zuneigung für die Mission der Evangelisation erfahren!
Für die Katecheten der Stadt wurde von Sr. Joyce eine „Woche des Glaubens“ initiiert mit dem Ziel, jeden Katecheten zu einer religiösen Methodenlehre zu ermutigen. Das geschah durch Theateraufführungen, anregendes Singen, kreative Dynamiken, Spiele und religiöse Malereien und der Charakterisierung von Heiligen. Um auch für die Kinder einen Nutzen aus der Ferienzeit zu ziehen, wurde ihnen dieses Wochenende angeboten in der Hoffnung, sie zu ermuntern, sich mehr an den kirchlichen Aktivitäten zu beteiligen. Alle Kinder waren eingeladen mit besonderer Aufmerksamkeit für die, welche sich am Vor-Katechismus, am Katechismus und in der „beständigen“ Gruppe Heranwachsender beteiligen sowie jenen, die sich auf die Firmung vorbereiten.
Dieses Wochenereignis fand jeweils von 15.00 bis 18.00 Uhr im Pfarrsaal statt. Am Ende eines jeden Tages wurde an alle ein Imbiss verteilt, und es gab auch lebhafte Wettbewerbe und Bibel-Quize. Jeder Tag wurde unter einem anderen Thema gestaltet.
So wurde die Woche des Glaubens zu einem Ereignis von großer Wichtigkeit. Schließlich nahmen täglich mehr als 150 Kinder daran teil, was als großartiger Erfolg gesehen wird. Dank sei Gott!
“00000”
Für uns in Brasilien ist dies ein Jahr, in dem viele Geburtstage auf „0“ enden. In Sâo Joâo da Fronteira kamen wir zusammen, um den Eintritt in das 50. Lebensjahr von Sr. Joyce zu feiern. Dann kehrten wir nach Jacunda zurück, um des 60. Lebensjahres von Sr, Mary Ann zu gedenken. Unsere Postulantin Raimundinha feierte ihr 20. Lebensjahr und Sr. Maria do Carmo wird in diesem Jahr 30 Jahre alt. Die Feiern sind für uns Momente des Betens, des guten Essens, des Musizierens und Tanzens, des Beschenktwerdens und des Freudebereitens. Wie Sie sehen, sind wir wahre Arme Dienstmägde Jesu Christi!
Segen für unser Neues Land
Wir haben jetzt mit dem Bau unseres neuen Ausbildungshauses in Jacunda begonnen. Am 9. September 2011 wurde das Land gesegnet und um Gottes Hilfe und Schutz für diese Bauzeit gebetet. Unser Pfarrer Robério segnete das Land während eines kurzen Gebetsdienstes an dem unsere jungen Frauen aus der Ordensausbildung und die Schwestern in Jacunda, sowie Sr. Adelgard und Sr. Joyce aus Sâo Joâo, der Architekt, der Ingenieur mit seinen Eltern und ungefähr 30 weitere Personen aus der Nachbarschaft von Jacunda teilnahmen. Die Atmosphäre dieser Segnung kann in diesem Gebet, das während dieser Zeit gebetet wurde, nachvollzogen werden.
Gebet:
Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist, Gott des Universums, Schöpfer unserer Erde.
Bevor wir kamen, warst Du schon hier.
Vor uns haben andere Menschen auf diesem Besitztum gelebt. Wir kennen sie
nicht, doch Du kennst sie mit Namen. Tiere, Bäume und Pflanzen aller Art wuchsen hier durch Deine Schöpferhand,
sie lebten, und viele leben noch hier. Wir sind dabei, dieses Stück Land zu verändern, ein Haus zu bauen nach unseren Plänen, und wir müssen hier vieles zerstören. – Pflanzen, Tiere und Insekten.
Wir bitten um Verständnis und Vergebung für die Unannehmlichkeiten und die Störungen, die wir unseren Nachbarn zumuten, die den Lärm und den Schmutz während der Bauzeit ertragen müssen.
Wir bitten um Vergebung für die Schmerzen der Natur, da wir einige Bäume fällen und Blumen und Kräuter abmähen müssen, und Tiere und Insekten aufschrecken werden, die hier leben.
Wir versprechen, dass wir die Natur in jeder uns möglichen Art bewahren werden.
Und nach der Bauphase werden wir einen Garten anlegen, um die Natur zurück zu gewinnen, indem wir Bäume und Blumen pflanzen, deren Farben alle Bewohner und Besucher, die an diesen Ort kommen, erfreuen werden.
Gott, schenke uns eine Liebe, die so groß ist, dass sie die Mauern rund um dieses Land erfüllt und übersteigt.
Gott, schenke uns einen leidenschaftlichen Glauben, der uns Licht, Führung und Mut verleiht.
Gott, schenke uns selbst im größten Durcheinander und Lärm einen tiefen inneren Frieden und die Gelassenheit,
die in der Dankbarkeit und Anbetung ihren Grund haben.
Eure Sr. Joyce




