Der Kreuz-Anhänger hat eine tiefe symbolische Bedeutung:
Unser, mein Lebensbaum, wurzelt im Kreuz, aus dem durch Christi Erlösungstat neues Leben entspringt.
Das Samenkorn ist ein Symbol für Mutter Maria Katharina, die aus der Kraft des Kreuzes die Gemeinschaft ins Leben gerufen hat und sich getragen wusste von seiner – Christi – Liebe.
So wächst im Vertrauen auf diese Kraft der Baum als Sinnbild unserer Kongregation und meines persönlichen Lebens.
Die Blätter weisen hinaus in die Welt und stehen stellvertretend für viele Länder unserer Erde, in denen ADJC für Gottes Reich wirken.
Nur in Verbindung mit dem Kreuz Jesu wird dieser Baum weiterleben.
Tod und Auferstehung in der Offenheit, in dem Hindurchsehen, machen Zukunft möglich. Das Kreuz vor der offenen „Tür“.
Zeichen für Durchgang und Neuwerden, Sicheinlassen auf Unbekanntes, vielleicht Dunkles, um daraus wieder ins Licht zu treten.
Gleichzeitig aber ist diese Offenheit Einladung: Ich lasse den Mitmenschen ein und gebe ihm teil an meinem Leben, oder aber ich komme ihm entgegen nach draußen und wirke so Begegnung.
Ursprung, Halt und Stütze aus dem Kreuz, das im Vordergrund steht – so gelingt unser Leben.
(Sr. Roswitha Ruh, Künstlerin dieses Kreuz-Zeichens)
dernbacher.de>  Liebe Schwestern, Freunde und Wohltäter,

Liebe Schwestern, Freunde und Wohltäter,

Liebe Schwestern, Freunde und Wohltäter,

das Kirchenjahr neigt sich dem Ende zu - Christkönig ist hier Fronleichnamsprozession, weil Fronleichnam immer in die Regenzeit fällt und dann keine Prozession sein kann.
Es wird Zeit, Ihnen zu berichten, was sich in der zweiten Jahreshälfte getan hat in der Mission in Nigeria.
 
Wir haben jetzt drei Konvente hier und viele kleine neue Projekte. So erreichen wir sehr viele Menschen, die unsere Hilfe brauchen. Ich möchte der Reihe nach berichten.
Die Rehabilitation für Straßenkinder geht weiter. Einige Kinder haben uns wieder verlassen, vor allem die Kinder, die noch Eltern haben.
Wir haben den Familien geholfen, so dass sie zurückkehren konnten. Die Kinder, die jetzt da sind - es sind 10 - haben wirklich niemanden.
Vier der Kinder sind behindert, vor allem können drei davon nicht sprechen. Ngozi, unser erstes kleines Mädchen, spricht, aber es ist nicht immer leicht zu verstehen. Wir wissen jetzt, dass sie in frühem Alter einen Hirninfarkt hatte, dadurch die linksseitige Lähmung und auch die Sprachbehinderung. Aber sie ist voller Leben und bringt viel Freude, vor allem kann sie sich ganz in andere Menschen hineindenken und hilft ihnen, wo sie kann.
Drei der Kinder gehen inzwischen in die höhere Schule mit guten Erfolgen. Betreut werden die Kinder von zweien unserer Novizinnen und einer Aspirantin.
 
Sr. Nkechi kann sich so auf ihre Sozialarbeit konzentrieren.

Auch im Lehrlingshaus sind einige der jungen Männer wieder weggegangen, zwei haben einen Ausbildungsvertrag und arbeiten gut. Beide Projekte sind in Owerri im Südosten von Nigeria, wo wir angefangen hatten.
 
Dort hat Sr. Scholastica inzwischen eine mobile Klinik in vier Dörfern angefangen, die sehr genutzt wird. Eine Postulantin arbeitet mit ihr dort, und eine Aspirantin unterstützt sie.



Sr. Henrietta hat endlich ihren Studienplatz in Erziehungswissenschaft bekommen, nach viel Mühe, und zwei unserer Aspirantinnen werden zusammen mit einer Novizin ihren Schulabschluss nachholen, auch im Konvent in Owerri.

Sr. Onyenonachi hat einen Ausbildungsplatz für Hebammen, eine notwendige Ergänzung für Krankenschwestern hier, sie gehört zum Konvent in Garam und ist in Ibadan nahe bei Lagos.
Der neue Konvent ist in Ifetedo, im Südwesten, im Land der Yoruba.
Dort baut Sr. Veronica mit einer Postulantin eine mobile Klinik auf in einer Gegend, wo bisher keine Gesundheitsversorgung ist. Viele arme Leute wohnen dort. Wir haben ein Haus gemietet, und noch vor Jahresende werden zwei Novizinnen auch nach dort gehen und mithelfen in der Klinik bzw., wenn sich das als möglich erweist, auch eine Volksschule aufbauen in dem ärmsten Dorf, was ganz von allen Möglichkeiten abgeschnitten ist. Für hier wie für das Haus in Garam mussten wir einen Jeep anschaffen, beides gebrauchte Autos, weil die Straßen zu den Dörfern mit normalen Wagen nicht befahrbar sind.
Hier in der Zentrale in Garam in der Mitte Nigerias geht das Leben auch weiter.

Da Sr. Veronica nach Ifetedo versetzt ist, führt Sr. Chinasa jetzt die Klinik weiter - mehr und mehr Leute kommen, und wir müssen ein Dorf außerhalb unserer Pfarrei mit einbeziehen, weil die Menschen dort gar keine Hilfsmöglichkeit haben und weite Wege auf sich nehmen, um unsere Klinik zu besuchen.
Damit sind es dann neun Dörfer, die wir erreichen. Mit Sr. Chinasa arbeiten Novizinnen und Postulantinnen zusammen.

Mehr und mehr kommen die Menschen auch tagsüber und sogar nachts, wenn Fieber oder sonstige Probleme auftreten - sie wissen, dass sie bei den Schwestern Hilfe finden. Wenn nötig, bringen wir die Kranken auch ins nächste Krankenhaus und sorgen dafür, dass sie aufgenommen und versorgt werden.

Die Vorschule in dem ganz armen, weit im Busch liegenden Dorf Azhin Khasa wächst und wächst. Das Zelt, das die deutsche Botschaft uns gestiftet hatte, hat die Stürme nicht überstanden. Wir haben inzwischen kleine Häuser aus Wellblech - richtig bauen dürfen wir derzeit noch nicht, weil der Bischof der Diözese nur jeweils eine Schule in einer Pfarrei erlaubt. Die Wege sind aber einfach zu weit für die kleineren Kinder, denn es gibt keine öffentlichen Verkehrsmittel. Wenn wir mehrere Kleinbusse hätten, könnten wir die Kinder nach Garam in die katholische Schule bringen - aber da das nicht geht, halten wir weiter Unterricht, und die Familien sind dankbar.
 
Auch der Katechismusunterricht hat sich ausgeweitet, die Novizinnen gehen jetzt in ein zweites Dorf, jeweils an zwei Nachmittagen.
 




Dagegen hat sich das Angebot der Alphabetisierung

noch nicht erholt; in der Regenzeit blieben die Erwachsenen aus, und sie sind auch jetzt nach Beginn der Trockenzeit nicht wiedergekommen. So sind die beiden Klassen klein, nur etwa 20 Kinder und Frauen kommen. Aber auch für sie bleiben wir verfügbar, denn jede Hilfe zählt und ermöglicht Zukunft.
 
Durch Ihre Hilfe konnten wir jetzt den dritten Brunnen bohren - eine ganz wichtige Unternehmung, weil sie wesentlich die Gesundheit des ganzen Dorfes fördert und vor allem für die Frauen und Mädchen eine enorme Erleichterung im Tagesablauf bedeutet.
 
Neben diesen äußeren Tätigkeiten geht auch die Arbeit in der Ordensausbildung weiter. Da hat sich ein personeller Wechsel ergeben, Sr. Jyothi konnte das Klima nicht vertragen und ist nach Indien zurückgekehrt, auch Sr. Felicia ist wieder in Deutschland, so hat Sr. Petricia die Aufgabe der Noviziats- und Postulatsleitung übernommen.
Sr. Chika hält den Kontakt mit den Aspirantinnen, zusammen mit ihr habe ich alle neuen Aspirantinnen besucht und zwölf davon für nächsten März angenommen.
 
Nicht alle Novizinnen und Postulantinnen konnten bei uns bleiben, denn nicht jede ist geeignet für das Leben in geistlicher Gemeinschaft. Dagegen hatten wir am 17.11.2008 die große Freude, die erste zeitliche Profess hier in Nigeria zu erleben - Sr. Elizabeth, die ihre Ausbildung in Deutschland begonnen hatte, hat sie hier abgeschlossen und im Beisein von Sr. Simone ihre Gelübde abgelegt.
Sieben Novizinnen beenden am 25.11.08 ihr kanonisches Jahr, die Versetzungen habe ich oben schon vorweggenommen.
 
Für drei Monate haben wir personelle Unterstützung durch Sr. Nancy aus der amerikanischen Provinz, die eine Ausbildung als Traumatherapeutin vor allem für missbrauchte und misshandelte Kinder hat.
Sie leistet uns ganz wesentliche Dienste, und die Kinder mögen sie sehr. Zwei unserer Kinder waren seit August bei uns in Garam, weil wir hier bessere Möglichkeiten der medizinischen Diagnostik und Therapie haben.
 
Für uns im Noviziatshaus war das eine besondere Herausforderung, zwei behinderte Kinder zu versorgen. Im November besuchte uns auch Sr. Simone zum ersten Mal als Provinzoberin, und wir waren sehr froh über ihren Besuch.
 
Im Dezember wird auch Sr. Jolise, unsere Generaloberin, zusammen mit Sr. Gonzalo zur offiziellen Visitation kommen. Wir freuen uns darauf.
Nicht zu vergessen, dass meine Schwester Jutta uns im August besuchte und mit mir das Goldene Ordensjubiläum feierte - es war ein wunderschönes Fest mit allen Schwestern in Nigeria.
 
Im September 2008 kam endlich auch der lange erwartete Container an. Er war mehrere Wochen im Hafen in Lagos und es brauchte viel Mühe, ihn von dort freizubekommen; Sr. Chika hat sich da besonders verdient gemacht.
 
Jetzt konnten wir all die guten Sachen auf die Konvente und die Projekte verteilen, Bilder und Kreuze, Kleidung und Medikamente, Kleinmöbel und Schulranzen, Fahrräder, Nähmaschinen, Schuhe und Spielzeug. Unsere Schwestern in Herschbach haben uns damit unterstützt, und wir sind dankbar. Sogar die Pfarrkirche hier in Garam hat jetzt endlich ein richtiges Kruzifix im Altarraum, Pfarrer Moses ist sehr froh darüber, denn er hätte das nie kaufen können. Sr. Salesiana hatte ja schon einen Tabernakel gestiftet für die Pfarrkirche. Jetzt haben wir erfahren, dass diese Pfarrei erst vor drei Jahren gegründet wurde, Pfr. Moses ist der erste Pfarrer, wir sind also wirklich in einer "jungen" Kirche.

So schicken wir Ihnen von hier aus ganz herzliche und liebe Dankesgrüße und gute Wünsche zum Advent, zum Weihnachtsfest und zum Neuen Jahr. Wir gedenken all Ihrer Anliegen oft im Gebet und wissen uns von Ihnen getragen und unterstützt. Das gibt Kraft im Alltag, und die wünschen wir Ihnen allen auch.
Gott segne Sie alle. In herzlicher Verbundenheit
für Ihre Schwestern in Nigeria - Ihre Sr. Christeta Hess ADJC

Liebe Freundinnen und Freunde der Gemeinschaft,
Liebe Spenderinnen und Spender für unsere Nigeriamission,

aus gegebenem Anlass möchten wir auf Folgendes hinweisen:

Bitte überweisen Sie Ihre Spenden ausschließlich auf die Ihnen bekannten Konten des Arme Dienstmägde Jesu Christi e.V. in DEUTSCHLAND.

Es ist vorgekommen – nicht bei uns -, dass Namen von Projekten ohne Wissen der Menschen, die darin arbeiten, benutzt wurden, um Spendengelder einzutreiben. Diese sind dann zweckentfremdet benutzt worden und kamen nie bei den als Empfänger Genannten an.

Bitte senden Sie keine Spenden direkt nach Nigeria, sondern benutzen Sie unsere Dernbacher Konten. Wir leiten die Gelder ohne Abzüge weiter.


Bank:                                                                Nassauische Sparkasse Wirges
BLZ:                                                                  510 500 15
Konto Straßenkinderprojekt: 817 086 887
Konto Mission:                                                 788 013 140

 
Vielen Dank.