Der Kreuz-Anhänger hat eine tiefe symbolische Bedeutung:
Unser, mein Lebensbaum, wurzelt im Kreuz, aus dem durch Christi Erlösungstat neues Leben entspringt.
Das Samenkorn ist ein Symbol für Mutter Maria Katharina, die aus der Kraft des Kreuzes die Gemeinschaft ins Leben gerufen hat und sich getragen wusste von seiner – Christi – Liebe.
So wächst im Vertrauen auf diese Kraft der Baum als Sinnbild unserer Kongregation und meines persönlichen Lebens.
Die Blätter weisen hinaus in die Welt und stehen stellvertretend für viele Länder unserer Erde, in denen ADJC für Gottes Reich wirken.
Nur in Verbindung mit dem Kreuz Jesu wird dieser Baum weiterleben.
Tod und Auferstehung in der Offenheit, in dem Hindurchsehen, machen Zukunft möglich. Das Kreuz vor der offenen „Tür“.
Zeichen für Durchgang und Neuwerden, Sicheinlassen auf Unbekanntes, vielleicht Dunkles, um daraus wieder ins Licht zu treten.
Gleichzeitig aber ist diese Offenheit Einladung: Ich lasse den Mitmenschen ein und gebe ihm teil an meinem Leben, oder aber ich komme ihm entgegen nach draußen und wirke so Begegnung.
Ursprung, Halt und Stütze aus dem Kreuz, das im Vordergrund steht – so gelingt unser Leben.
(Sr. Roswitha Ruh, Künstlerin dieses Kreuz-Zeichens)
dernbacher.de>  Liebe Freunde und Förderer unserer Nigeria-Mission,

Liebe Freunde und Förderer unserer Nigeria-Mission,

Liebe Freunde und Förderer unserer Nigeria-Mission,

es ist an der Zeit, Ihnen wieder einen Gruß aus Nigeria zu schicken. Seit meinem letzten Bericht im Dezember 2007 hat sich viel getan bei uns.
 
Zunächst waren da die Fertigstellung unseres Ausbildungshauses und der Umzug des Noviziates von Owerri nach Garam. Das Dorf Garam gehört zu Niger State; es liegt ca. eine Autostunde von der Hauptstadt Abuja entfernt und eine Tagesreise von Owerri.
Als wir am 11. Februar einzogen, war die Kapelle noch nicht fertig. Und wie es neue Häuser so an sich haben, ist auch jetzt immer noch einiges zu tun, so ist z.B. die Solaranlage für unsere Brunnenpumpe noch nicht montiert, weil ein Teil fehlt. Dennoch haben wir uns gut eingelebt und fühlen uns wohl hier. Am 25. März feierten wir mit ca. 600 Gästen die offizielle Einweihung. Nachdem einige unserer nigerianischen Schwestern aus Deutschland wieder in ihre Heimat zurückgekommen sind und am 1. März eine Gruppe von zwölf jungen Frauen sich uns angeschlossen hat, ist das Haus auch gut ausgelastet.
Mit dem Umzug hat sich Neues ergeben. Unsere Schwestern gingen in kleinen Gruppen in die neun Dörfer, die zur Pfarrei Garam gehören, um herauszufinden, wo die größte Not ist und wie wir Abhilfe schaffen können. Nach Auswertung der Umfrage entwickelten wir neue Projekte.

Mobile Klinik: In Garam gibt es ein so genanntes Gesundheitszentrum. Dort sind jedoch kaum einmal die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anwesend, da sie nur sehr selten ihr Gehalt bekommen. Für AIDS und Lepra werden vom Staat kostenlos Medikamente zur Verfügung gestellt.
Allerdings erfolgt die Ausgabe nur in den Städten; für Kranke, die in den Dörfern leben, sind sie damit unerreichbar. Deshalb ist es umso notwendiger, dass sich unsere Schwestern um die vielen Kranken kümmern. In manchen Dörfern ist es aufgrund der fehlenden Anbindung an den öffentlichen Verkehr und der herrschenden Armut für die Menschen praktisch unmöglich, im Krankheitsfall Hilfe zu finden.
Wir haben zwei Teams gebildet, die seit April jede Woche von Montag bis Donnerstag in den Dörfern unterwegs sind, um die Kranken zu betreuen. Dabei geht es dann nicht nur um die unmittelbare Gesundheitsfürsorge bei Krankheit, sondern auch um Unterweisung in Hygiene und Ernährung. Denn viele Menschen leiden z.B. an Hautkrankheiten, Magen- und Darminfektionen, Parasitenbefall. Daneben gibt es auch eine Reihe von Epileptikern, denen es aufgrund der regelmäßigen Einnahme von Medikamenten, die wir für sie besorgen, allmählich besser geht.
 
Brunnenbau:
Viele der zuvor genannten Erkrankungen haben mit Mangel an sauberem Wasser zu tun. Nur ein Beispiel dafür: Zwischen unserem Haus und dem Nachbardorf Azu ist ein kleiner Fluss, der anscheinend auch in der Trockenzeit noch Wasser führt.
Dort baden die Dorfbewohner, waschen ihre Kleidung sowie Autos und Motorräder. Aus diesem Fluss trinken aber auch die Rinder, und daneben wird das Wasser zur Nahrungszubereitung geholt. Krankheiten bleiben dann natürlich nicht aus.

Der Bau von Brunnen ist somit eines der wichtigsten Projekte, die wir in Gang setzen werden.
Wir werden im ärmsten Dorf damit beginnen. Ein Brunnen kostet ca. 8.000,-- Euro, da hier viel Granit ist, der die Brunnenbohrungen erschwert.
Der erste Brunnenbau hat begonnen, in Azhin Bici.

 
Alphabetisierung:
Nigeria, das bis 1960 unter britischer Kolonialherrschaft war, hat nach wie vor auch das britische Schulsystem.
Für die Kinder bedeutet das, dass sie auf jeden Fall Kindergarten bzw. Vorschule besuchen müssen, um das Lesen und Schreiben zu erlernen. Nur so vorbereitet können sie die Grundschule (Primary) besuchen.
Für Kinder, die in abgelegenen Dörfern leben, wo kein Bus fährt, ist der Schulbesuch deshalb mehr oder weniger unmöglich.

Unsere Postulantinnen haben inzwischen in dem am weitesten entfernten Dorf, in Azhin Kaza, mit der Vorschule begonnen, die von über 100 Kindern im Alter von 5 bis 12 Jahren mit großer Begeisterung besucht wird. Schon eine halbe Stunde vor Unterrichtsbeginn sind alle versammelt. Da nur ein relativ kleiner Raum zur Verfügung steht, findet der Unterricht auch unter einem Mangobaum statt, der mit seinem dichten Laub vor Regen schützt, wenn er nicht zu stark ist.
Anfangs musste viel improvisiert werden, da alles fehlte: Tafeln, Tische, Bänke. Die Rückseite großer Kalenderblätter ersetzte die Tafeln. Inzwischen haben wir drei Tafeln, außerdem bekommen wir über einen Fond der deutschen Botschaft Geld, um ein Zelt und einige Sitzgelegenheiten anzuschaffen.
In Garam läuft auch ein Alphabetisierungskurs für Erwachsene, der ebenfalls guten Anklang findet. Zweimal wöchentlich von 15-17 Uhr ist Unterricht; eine Gruppe ist in unserer Garage, andere Gruppen in den Räumen der Sekundarschule gegenüber. Etwa 200 Erwachsene nutzen dieses Angebot, um lesen, schreiben und rechnen zu lernen. Jetzt in der Regenzeit kommen weniger Leute, da die Felder bearbeitet werden müssen.

Neben all den neuen Projekten führen wir natürlich unsere Arbeit in Owerri weiter.

Kinderprojekt: In Owerri konnten wir ein Haus für sechs Lehrlinge mieten, die von uns nach ihrer Entlassung aus dem Gefängnis in Logara betreut werden, bis sie auf eigenen Füßen stehen. Um eine wirklich nachhaltige Wirkung zu erzielen, müssen die jungen Männer ihrerseits andere, die ebenfalls Hilfe für den Start in ein eigenständiges Leben brauchen, ausbilden. Statt nur fordernd die Hand aufzuhalten, muss selbst Hand angelegt werden. Nur so ist allmählich ein Wandel herbeizuführen. Den Anfang wird Chimankpam machen, der seine Ausbildung im Januar 2009 beendet.
 
Rehabilitation der Straßenkinder: In Oguta konnten die Kinder in das neu gebaute Haus umziehen, in dem mehr Platz ist. Zudem haben wir einen Brunnen auf dem Grundstück. Seit Monaten schon mussten die Kinder das Wasser von hier holen, weil der Brunnen auf dem Gelände des gemieteten Hauses nicht mehr funktionierte und vom Vermieter auch nicht in Ordnung gebracht wurde.
Die schwere Arbeit des Wassertragens entfällt jetzt.
 
Zur Gemeinschaft im Kinderhaus gehören seit kurzem zwei neue Kinder: ein Junge, der offenbar aus einem Auto gestoßen wurde, missgebildet ist und nicht sprechen kann; ein Mädchen, das Sr. Nkechi auf der Straße gefunden hat mit offenen Wunden und, wie es aussieht, nach Vergewaltigung. Beide Kinder sind ungefähr acht Jahre alt. Sie wurden liebevoll von den anderen aufgenommen. Die gegenseitige Fürsorge der Kinder wird ihnen helfen, sich einzuleben, zu erholen und eine Heimat zu finden. Die körperlichen Wunden heilen rasch, doch die psychischen Schäden werden sehr lange brauchen, zumal dann, wenn Kinder keinerlei Möglichkeit haben, sich auf irgendeine Weise auszudrücken.
Wir versuchen auch weiterhin, für die schwer traumatisierten Kinder eine geeignete Therapie zu finden. Alle anderen Kinder gehen zur Schule und haben auch recht gute Erfolge, was ihrem Selbstgefühl sehr hilft. Denn in Nigeria ist ein Kind, das keine Familie hat, nicht viel wert. So ist der Familienersatz im Heim sehr wichtig.
 
Natürlich denken wir auch weiter.

Für Oktober ist eine neue Niederlassung im Westen Nigerias geplant, in Ifetedo, wo ähnlich wie hier in Garam große Not im Bereich der Gesundheitspflege und der Erziehung herrscht. Wir werden klein anfangen, mit zwei Schwestern in einem Miethaus, und von dort weitersehen.

Nur mit Ihrer aller Hilfe ist all dieses Tun möglich.
Wir danken Ihnen ganz herzlich dafür und sagen auch immer wieder unseren Schwestern, dass Sie alle uns unterstützen. Sie werden oft in unseren Gebeten genannt, und die Kinder sprechen von Ihnen als „aunty“ und „uncle“.
 
Wir grüßen Sie ganz herzlich mit allen guten Wünschen

Ihre Schwestern in Nigeria