Der Kreuz-Anhänger hat eine tiefe symbolische Bedeutung:
Unser, mein Lebensbaum, wurzelt im Kreuz, aus dem durch Christi Erlösungstat neues Leben entspringt.
Das Samenkorn ist ein Symbol für Mutter Maria Katharina, die aus der Kraft des Kreuzes die Gemeinschaft ins Leben gerufen hat und sich getragen wusste von seiner – Christi – Liebe.
So wächst im Vertrauen auf diese Kraft der Baum als Sinnbild unserer Kongregation und meines persönlichen Lebens.
Die Blätter weisen hinaus in die Welt und stehen stellvertretend für viele Länder unserer Erde, in denen ADJC für Gottes Reich wirken.
Nur in Verbindung mit dem Kreuz Jesu wird dieser Baum weiterleben.
Tod und Auferstehung in der Offenheit, in dem Hindurchsehen, machen Zukunft möglich. Das Kreuz vor der offenen „Tür“.
Zeichen für Durchgang und Neuwerden, Sicheinlassen auf Unbekanntes, vielleicht Dunkles, um daraus wieder ins Licht zu treten.
Gleichzeitig aber ist diese Offenheit Einladung: Ich lasse den Mitmenschen ein und gebe ihm teil an meinem Leben, oder aber ich komme ihm entgegen nach draußen und wirke so Begegnung.
Ursprung, Halt und Stütze aus dem Kreuz, das im Vordergrund steht – so gelingt unser Leben.
(Sr. Roswitha Ruh, Künstlerin dieses Kreuz-Zeichens)
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Jubiläen - von gestern für heute und morgen

Mitte August dieses Jahres feiern wir in Dernbach Jubiläum. Jubiläen zeugen immer von einem gewissen Alter: 160 Jahren besteht die durch Katharina Kasper gegründete Ordensgemeinschaft der Armen Dienstmägde Jesu Christi (= ADJC), vor 150 Jahren wurde die Klosterkirche vom Limburger Bischof Peter Josef Blum eingeweiht.

Wozu Jubiläen? Ist doch Vergangenheit! Einmal ist es für einige Leute von historischem Interesse, was damals geschehen ist, zum andern hat alles in der Vergangenheit Geschehene auch Auswirkungen auf unser Heute und Morgen. Wir haben ja eine erhöhte Sensibilität gewonnen in den letzten ca. 40 Jahren, bzgl. der Folgen des Heute für das Morgen, wenn wir nur an den Klimawandel denken.

Was also können uns die Jubiläen für heute und morgen sagen?

Immer stehen Menschen am Beginn einer Bewegung, die Ideen haben und sie umsetzen. Je mehr diese Menschen kongruent sind mit dem, was sie tun, das Initiierte dem entspricht, was Gott will, umso nachhaltiger wirken sie. Das beste Beispiel dafür ist Katharina Kasper, eine Frau aus einem kleinen Dorf im Westerwald, in dem es kaum Schulbildung gab: Im Winter wurden die Kinder beschult, im Sommer und Herbst arbeiteten sie auf dem Feld. Katharinas Ausbildung bestand nur in den wenigen Halbjahren in der Volksschule, aber --- sie war sehr wach und begabt und hat dafür gesorgt, dass sie ihre Talente einsetzen konnte. Sie suchte Wege, wie sie den Menschen ihrer Umgebung auf vielfältige Weise helfen konnte, zuerst im Dorf, dann in den Nachbardörfern.

Immer leben wir unser Leben hier und jetzt. Je bewusster uns das gelingt, umso phantasievoller / kreativer wird sich unser Engagement entfalten können.

Katharinas Ideen wirken nicht nur in der in vier Kontinenten vertretenen Gemeinschaft fort, sondern auch in vielen Männern und Frauen, die sich an ihrem Vorbild orientieren: Leben im Jetzt, in der Gegenwart Gottes den Menschen dienen, damit sie ihre je eigenen Berufung gut leben können.

Kennen Sie Katharina Kasper und lassen Sie sich anstecken von ihrer Offenheit, ihrem Ideenreichtum, ihrer Risikobereitschaft und ihrer großen Liebe zu Gott und jedem Menschen?!

Sr. M. Simone ADJC, Dernbach