Der Kreuz-Anhänger hat eine tiefe symbolische Bedeutung:
Unser, mein Lebensbaum, wurzelt im Kreuz, aus dem durch Christi Erlösungstat neues Leben entspringt.
Das Samenkorn ist ein Symbol für Mutter Maria Katharina, die aus der Kraft des Kreuzes die Gemeinschaft ins Leben gerufen hat und sich getragen wusste von seiner – Christi – Liebe.
So wächst im Vertrauen auf diese Kraft der Baum als Sinnbild unserer Kongregation und meines persönlichen Lebens.
Die Blätter weisen hinaus in die Welt und stehen stellvertretend für viele Länder unserer Erde, in denen ADJC für Gottes Reich wirken.
Nur in Verbindung mit dem Kreuz Jesu wird dieser Baum weiterleben.
Tod und Auferstehung in der Offenheit, in dem Hindurchsehen, machen Zukunft möglich. Das Kreuz vor der offenen „Tür“.
Zeichen für Durchgang und Neuwerden, Sicheinlassen auf Unbekanntes, vielleicht Dunkles, um daraus wieder ins Licht zu treten.
Gleichzeitig aber ist diese Offenheit Einladung: Ich lasse den Mitmenschen ein und gebe ihm teil an meinem Leben, oder aber ich komme ihm entgegen nach draußen und wirke so Begegnung.
Ursprung, Halt und Stütze aus dem Kreuz, das im Vordergrund steht – so gelingt unser Leben.
(Sr. Roswitha Ruh, Künstlerin dieses Kreuz-Zeichens)
dernbacher.de>  Der gute Geist von Dernbach wirkt in aller Welt

Der gute Geist von Dernbach wirkt in aller Welt

Der gute Geist von Dernbach wirkt in aller Welt   


Arme Dienstmägde Jesu Christi sind international aufgestellt - Hilfsprojekte in Nigeria kommen gut voran - Auf Spenden aus Deutschland angewiesen

Maria Katharina Kasper, die Gründerin der Armen Dienstmägde Jesu Christi, der Dernbacher Schwestern, ist geprägt von ihrer Heimat, dem Westerwald, und den sozialen Herausforderungen in der Mitte des 19. Jahrhunderts.
DERNBACH. Seelsorge und Entwicklungshilfe leisten die Dernbacher Schwestern seit 2006 auch in Nigeria.
Mit vielfältigen Projekten versuchen die Ordensfrauen, der Not und dem Elend vieler Menschen in dem afrikanischen Staat zu begegnen.
Die WZ sprach mit Provinzoberin Schwester Simone Weber über die Aktivitäten in Nigeria, nachdem diese gerade von einer Missionsreise aus Afrika zurückgekehrt war.
Seit den Anfängen arbeiten die Dernbacher Schwestern in Ländern außerhalb Deutschlands.
Da sie jeweils zur Hilfe und Unterstützung für deutschstämmige Bewohner dieser Länder gerufen worden waren, verstanden sich die Armen Dienstmägde Jesu Christi (ADJC) zunächst nicht als eine internationale Gemeinschaft.
Das änderte sich, als 1963 die ersten Inderinnen in den Orden aufgenommen wurden und 1970 die erste indische Niederlassung in Dhani (Madhya Pradesh) gegründet wurde. I
hr folgten zahlreiche andere in den verschiedenen Staaten Indiens sowie in Mexiko, Brasilien und Kenia.
Seit drei Jahren gehören auch Nigerianerinnen zur Gemeinschaft, und der Orden aus dem Westerwald leistet dort - nach dem Vorbild der Ordengründerin Katharina Kasper - wichtige und nachhaltige Aufbauarbeit.
Verantwortlich für das Nigeriaprojekt ist Schwester Christeta Hess, die gemeinsam mit einer nigerianischen Schwester am Aufbau einer Mission mit mittlerweile drei Konventen arbeitet.
Schwester Simone konnte sich vor Ort überzeugen, dass wichtige Hilfsaktionen mit praktischen Auswirkungen in Gang gesetzt werden konnten, beispielsweise ein Lehrlingsprojekt in Owerri im Südosten von Nigeria.
Dort steht auch das Kinderhaus, das vor einem Jahr bezogen wurde. Zehn sogenannte Straßenkinder werden vom Team der Schwestern betreut, drei der Kinder können nicht sprechen.

 Lebens- und überlebenswichtig ist sauberes Wasser.

Dem Bau von Brunnen kommt deshalb hohe Bedeutung zu, weil sie wesentlich die Gesundheit des ganzen Dorfes fördern und vor allem für die Frauen und Mädchen, die zuvor verschmutztes Wasser aus dem Fluss holen mussten, eine enorme Erleichterung im Tagesablauf bedeuten. Auch solche Projekte sind von den Schwestern bereits realisiert worden.
Besonders beeindruckt war Schwester Simone von den "Mobilen Kliniken", die inzwischen an allen drei Standorten eingerichtet worden sind. Lebenswichtige Medikamente - etwa gegen Aids oder Lepra - werden nur in den Städten Nigerias ausgegeben.

Für Kranke, die in den Dörfern leben, sind sie damit unerreichbar. Deshalb ist es umso notwendiger, dass sich die Schwestern um die vielen Kranken kümmern. In manchen Dörfern ist es aufgrund der fehlenden Anbindung an den öffentlichen Verkehr und wegen der herrschenden Armut für die Menschen praktisch unmöglich, im Krankheitsfall Hilfe zu finden.

Die Teams der Schwestern sind jetzt in den Dörfern unterwegs, um die Kranken zu betreuen. Dabei geht es dann aber nicht nur um die unmittelbare Gesundheitsfürsorge bei Krankheit, sondern auch um Unterweisung in Hygiene und Ernährung.

Denn viele Nigerianer leiden zum Beispiel an Hautkrankheiten, Magen- und Darminfektionen oder Parasitenbefall. Daneben gibt es auch eine Reihe von Epileptikern, denen es aufgrund der regelmäßigen Einnahme von Medikamenten, die die Schwestern für sie besorgen, allmählich besser geht. Auch Schwangerschaften sind für viele Frauen riskant.

Die Sterberate der Mütter nach der Entbindung ist hoch. Auch hier versuchen die Armen Dienstmägde zu helfen.

Im Mutterhaus der Kongregation der Armen Dienstmägde im Westerwald laufen die Drähte zusammen, um all die Projekte zu organisieren.
Auch für all die anderen Länder, in denen die ADJC tätig sind, ist Dernbach die alles entscheidende Schaltzentrale. Moderne Kommunikationsmittel stehen dabei zur Verfügung, wenn nötig werden Konferenzschaltungen eingeleitet, zum Teil auch unter Einsatz von Web-Kameras. Schwestern des Generalates (Hauptsitz der ADJC) besuchen in regelmäßigen Abständen die Standorte in aller Welt.

Es gibt weiter viel zu tun - in Nigeria und anderswo - weiß Schwester Simone Weber nach ihrer Rückkehr aus Afrika.

Sie hofft weiter auf Spenden aus Deutschland, mit denen die lebenswichtigen Projekte finanziert werden können.    (aha)