Der Kreuz-Anhänger hat eine tiefe symbolische Bedeutung:
Unser, mein Lebensbaum, wurzelt im Kreuz, aus dem durch Christi Erlösungstat neues Leben entspringt.
Das Samenkorn ist ein Symbol für Mutter Maria Katharina, die aus der Kraft des Kreuzes die Gemeinschaft ins Leben gerufen hat und sich getragen wusste von seiner – Christi – Liebe.
So wächst im Vertrauen auf diese Kraft der Baum als Sinnbild unserer Kongregation und meines persönlichen Lebens.
Die Blätter weisen hinaus in die Welt und stehen stellvertretend für viele Länder unserer Erde, in denen ADJC für Gottes Reich wirken.
Nur in Verbindung mit dem Kreuz Jesu wird dieser Baum weiterleben.
Tod und Auferstehung in der Offenheit, in dem Hindurchsehen, machen Zukunft möglich. Das Kreuz vor der offenen „Tür“.
Zeichen für Durchgang und Neuwerden, Sicheinlassen auf Unbekanntes, vielleicht Dunkles, um daraus wieder ins Licht zu treten.
Gleichzeitig aber ist diese Offenheit Einladung: Ich lasse den Mitmenschen ein und gebe ihm teil an meinem Leben, oder aber ich komme ihm entgegen nach draußen und wirke so Begegnung.
Ursprung, Halt und Stütze aus dem Kreuz, das im Vordergrund steht – so gelingt unser Leben.
(Sr. Roswitha Ruh, Künstlerin dieses Kreuz-Zeichens)
dernbacher.de>  An alle Wohltäter, Spender, Freunde und Interessierte an unserer Nigeria-Mission

An alle Wohltäter, Spender, Freunde und Interessierte an unserer Nigeria-Mission

Unsere Schwestern vor Ort...

Das Lernen macht sichtlich Freude...

...und erfüllt mit Stolz...

...wenn man so wertgeschätzt wird...

Die mobile Klinik wird gut besucht und

man freut sich über jede Hilfe, welche man dort erfährt.

Liebe Freunde unserer Nigeria-Mission,


Ihnen allen wünschen wir zuerst und vor allem ein gesegnetes und frohes Weihnachtsfest und alles Gute und Liebe für das neue Jahr 2011.
Wir wollen Sie teilnehmen lassen an dem, was hier bei uns geschieht.

Nigeria wird von Tag zu Tag unsicherer was die derzeitige politische Situation betrifft, auch werden die Straßen immer unsicherer. Das ist der äußere Rahmen.

Innerhalb ist es wesentlich schöner. Unsere Dienste an den Menschen werden angenommen und breiten sich aus; und die Gemeinschaft wächst.
Wir mußten zwar einige der Bewerberinnen entlassen, aber wir sind derzeit 18 Profeßschwestern, 13 Novizinnen (6 im zweiten, 7 im ersten Jahr), 7 Postulantinnen und 4 Aspirantinnen intern. Zwei der Profeßschwestern sind für zwei Jahre in USA für weitere Ausbildung. Zwei Schwestern sind in Vollzeit, zwei in Teilzeit in Ausbildungskursen.

Die Generalleitung der Kongregation hat uns im August 2010 zur Pro-Region erhoben, das heißt, daß wir jetzt eine begrenzte Selbständigkeit haben und ein eigenes Leitungsteam, bestehend aus Sr. Petricia,  Sr. Scholastica und mir.
Mit Sr. Scholastica ist erstmals eine Nigerianerin in der Leitung der Mission (sie wie Sr. Veronica sind ja bereits seit einiger Zeit Hausoberinnen), das ist ein wichtiger Lernprozeß und Voraussetzung dafür, daß Nigeria eines Tages sich selbst verwalten und führen kann.

Im Februar 2011 werden wir das erste nigerianische Kapitel halten, hier in Garam, und wir sind Ihnen dankbar, wenn Sie uns auch im Gebet begleiten.
In Ifetedo, unserer jüngsten Gründung im Südwesten, arbeiten die Schwestern in der mobilen Klinik, die immer mehr Dörfer erreicht und sehr gute Erfolge hat. In Area 4, diesem ganz armen und isolierten Dorf, planen wir ja schon länger eine Schule.

Das heißt, die Schule arbeitet bereits, hat etwa 70 Kinder in drei Lerngruppen, aber wir konnten noch kein Gebäude und keinen Brunnen bauen. Es gibt interne Probleme im Dorf zwischen den Kandidaten für die Häuptlingsstelle, und unsere Dienste werden dabei behindert.

Auf der anderen Seite wollen wir gerade diese armen Leute nicht im Stich lassen. Wir hatten erst überlegt, dann die Schule in einem anderen Dorf zu bauen, aber dann wären wieder die Ärmsten benachteiligt. Also warten wir noch etwas zu, obwohl es uns leid tut um jeden Tag, den wir nicht bauen können. Unser Konventsbau in Ifetedo selbst macht gute Fortschritte, eine Hühnerzucht hat schon im neuen Gelände angefangen, das sichert uns auf Dauer eine Einnahmequelle für die Apostolate wie für den Lebensunterhalt der Schwestern.
In Mgbele, dem ersten Haus im Südosten, ist nun endlich die Klinik fertig, Einweihung war am 3.11.2010 in Anwesenheit von von Sr. Petricia und mir, mit vielen Schwestern und Dorfbewohnern. Der Erzbischof aus Owerri nahm die Einweihung vor. Auch eine deutsche Gruppe aus Nagold war da, mit einem Priester aus Okigwe, der in Nagold arbeitet und seine Heimatgemeinde unterstützt. Sie interessierten sich für unsere Klinik. Diese Klinik wird ein Stützpunkt für die mobilen Kliniken (rund um Mgbele werden zehn Dörfer erreicht) sein. Sie hat ein Labor und eine Apotheke, einen Entbindungs- und zwei Untersuchungsräume, zwei Privatzimmer und ein großes Patientenzimmer mit drei Betten. Fast alle Einrichtungsgegenstände kamen aus Deutschland, den Bau hat die irische Botschaft unterstützt. Schwere Erkrankungen können wir nicht dort behandeln, doch können wir Entbindungen durchführen und erste Hilfe leisten sowie für den Transport in ein Krankenhaus sorgen. Gleichzeitig ist dieses Haus auch ein Zentrum für Gesundheitserziehung, zunächst in unserer neuen Schule in Mgbele, aber auch für die Dörfer rundum. Die Einweihung fand entsprechend viel Interesse bei der Bevölkerung. Die neue Schule, finanziert von einer Schweizer Stiftung, hat bis jetzt fünf Lerngruppen und etwa 80 Kinder. Zwei Schwestern und zwei Lehrerinnen unterrichten; alle unsere Kinder aus dem Kinderhaus, die bisher nicht zur Schule gehen konnten, sind dort.
Bis jetzt ist es Nursery, also Vorschule, doch ist auch der Ausbau als Grundschule geplant. Die Leute aus den Dörfern versuchen jetzt, schon ihre Babys anzumelden. Der Bau steht nicht weit vom Kinderhaus in einem eigenen Gelände.
Im Kinderhaus konnten wir inzwischen für Kelechi, der sehr gestört ist und langsam zu groß wird für die Gruppe der meist geschädigten Mädchen, bei den Don Guanella-Patres einen Dauerplatz finden. Dort ist er seinem Zustand entsprechend gut untergebracht, und er hat sich gut eingelebt.
Für Rafael, den großen Jungen, haben wir einen Internatsplatz gefunden, er macht sich gut. Die Zahl der Mädchen hat sich erhöht, zwei Mädchen, 5 und 8 Jahre, sind neu da, sie sind Halbwaisen. Die Kleinere leidet an Sichelzellenanämie, einer sehr schmerzhaften, periodisch auftretenden Bluterkrankung. Alle Mädchen bilden eine gute, friedliche Gruppe, spielen gerne zusammen und freuen sich, in die Schule gehen zu können.
Mit Hilfe der Deutschen Botschaft konnten wir auch einen Spielplatz einrichten. Das Lehrlingsprogramm allerdings wird leider auslaufen. Wir konnten nicht die richtige Betreuung für diese oft sehr geschädigten Jungen finden, und ohne Aufsicht gehen sie nicht regelmäßig zur Arbeit oder fangen illegale Dinge an und können so ihre Ausbildung nicht fertigmachen. Einer der Lehrlinge ist fertig und selbständig, ein anderer wird das im Dezember erreichen, aber die Jüngeren sind ausgeschert und auf die Straße zurückgekehrt. Das ist schade, aber wir fanden keinen Weg, das zu ändern.
In Mgbele ist ebenfalls eine kleinere Hühnerzucht, und die Schwestern haben Ziegen und Schafe im Gelände. Das ist für die Kinder eine besondere Freude. Immer wieder stehen sie am Zaun und bestaunen dieses nahe und gelegentlich sehr laute Leben.
Hier in Garam hat die mobile Klinik auch neue Dörfer erreicht. Wie ich schon im letzten Brief schrieb, zeigt es sich nach einer Weile, daß chronische Erkrankungen in den Griff zu bekommen sind und daß die allgemeinen Infektionen zurückgehen. Die Gesundheitserziehung trägt Früchte, manchmal langsam, aber doch deutlich erkennbar.  Die Schule in Azhin Khasa ist bezogen, bei der Einweihung sagte uns die Vertreterin der Bildungsministeriums, daß wir diese Schule als Grundschule ab sofort weiterführen müssen, weil die Kinder bei Umschulung nur verlieren würden. Also haben wir jetzt auch eine erste Grundschulklasse. 

   Sieben Schwestern fahren täglich gegen 7.30 
   Uhr nach dort; dafür haben wir eigens unsere
   Tagesordnung verändert. Sr. Chika und
   Sr. Esther teilen sich in die Aufgaben der
   Schulleitung, beide absolvieren derzeit ein
   Aufbaustudium, um sich besser zu qualifizieren.


Auch der Unterricht in der Pfarrei geht weiter und trägt Früchte; und wir  haben ein neues Programm angefangen, um speziell den meist vernachlässigten Mädchen zu helfen. Wir nennen das „Power Girls“ und laden Mädchen zwischen 12 und 16 Jahren am Samstag ein, für Unterricht in Hygiene, Gesundheitslehre, allgemeine Fragen, und natürlich Spiele und gutes Essen.  

  Allein schon einen Tag nicht ständig in Haus
  und Feld arbeiten und die kleineren
  Geschwister versorgen zu müssen, ist ein
  Geschenk. Wir konnten auch einiges an 
  Kleidung und Handtüchern verteilen. Etwa 40
  Mädchen
freuen sich auf diese Samstage. Und
  hier in Garam sind wir fleißig auf unserer recht großen Farm, mit Mais und Erdnüssen und Yam können wir auch die beiden anderen Häuser versorgen.
Das sind viele Namen und Informationen. Vielleicht sagen Ihnen die Bilder mehr. Es wächst hier in Nigeria, und es tut gut zu sehen, wie Menschen geholfen werden kann, die sonst keine Hilfe und keine Zuwendung finden.
So wünschen wir Ihnen allen viel Freude und sind dankbar, daß Sie uns unterstützen und sich für uns interessieren. Wenn Nigeria wieder sicher ist, begrüßen wir Sie gerne bei uns und freuen uns darauf.
Mit allen lieben Grüßen von uns allen
Ihre Schwester Christeta und alle Kinder und Schwestern in Nigeria