Der Kreuz-Anhänger hat eine tiefe symbolische Bedeutung:
Unser, mein Lebensbaum, wurzelt im Kreuz, aus dem durch Christi Erlösungstat neues Leben entspringt.
Das Samenkorn ist ein Symbol für Mutter Maria Katharina, die aus der Kraft des Kreuzes die Gemeinschaft ins Leben gerufen hat und sich getragen wusste von seiner – Christi – Liebe.
So wächst im Vertrauen auf diese Kraft der Baum als Sinnbild unserer Kongregation und meines persönlichen Lebens.
Die Blätter weisen hinaus in die Welt und stehen stellvertretend für viele Länder unserer Erde, in denen ADJC für Gottes Reich wirken.
Nur in Verbindung mit dem Kreuz Jesu wird dieser Baum weiterleben.
Tod und Auferstehung in der Offenheit, in dem Hindurchsehen, machen Zukunft möglich. Das Kreuz vor der offenen „Tür“.
Zeichen für Durchgang und Neuwerden, Sicheinlassen auf Unbekanntes, vielleicht Dunkles, um daraus wieder ins Licht zu treten.
Gleichzeitig aber ist diese Offenheit Einladung: Ich lasse den Mitmenschen ein und gebe ihm teil an meinem Leben, oder aber ich komme ihm entgegen nach draußen und wirke so Begegnung.
Ursprung, Halt und Stütze aus dem Kreuz, das im Vordergrund steht – so gelingt unser Leben.
(Sr. Roswitha Ruh, Künstlerin dieses Kreuz-Zeichens)
dernbacher.de>  An alle Freunde, Interessierten, Wohltäter unserer Nigeria Mission

An alle Freunde, Interessierten, Wohltäter unserer Nigeria Mission

An alle Freunde, Interessierten, Wohltäter unserer Nigeria Mission

Liebe Wohltäter und Freunde,

im Juli habe ich mich zum letzten Mal von hier gemeldet. Jetzt stehen wir schon wieder im Advent, und wie immer war es ein gefülltes, gutes Jahr.
Wir danken Ihnen sehr herzlich für all Ihre Hilfe und Unterstützung und sind uns sehr bewusst, dass wir nur aufgrund Ihres tatkräftigen Interesses hier wirken können.
Heute soll Sie ein neuer Bericht erreichen.

Ordensausbildung

Diesmal möchte ich mit der Ordensausbildung anfangen, denn die Ausbildung junger nigerianischer Frauen ist Sicherung der Nachhaltigkeit für die Arbeit hier.
Es gibt viele Ordensfrauen in Nigeria, und es scheint uns wichtig, die jungen Frauen tief in den Geist unserer Gründerin einzuführen, so dass sie wirklich fortführen und entwickeln können, was wir hier begonnen haben.
Am 17.11.2009 haben sieben Nigerianerinnen ihre ersten Gelübde abgelegt. Sechs davon waren im Herbst 2006 in Owerri eingetreten, eine war bereits als Postulantin in Deutschland. Sie alle waren gut vorbereitet.
Derzeit sind sie im Heimaturlaub, ab Mitte Dezember werden sie in den Apostolaten mitarbeiten.
Es war ein schöner Tag, alle Schwestern waren nach hier gekommen, rund 300 Verwandte, Freunde und Interessierte nahmen teil, und wir schafften es, alle zu bewirten und auch gut 30 zusätzliche Personen zu beherbergen, da ihre Anreise zu weit war. Von Deutschland waren Sr. Simone und Sr. Salesiana gekommen. Jetzt haben wir hier 15 nigerianische und 3 deutsche Schwestern - wir sind glücklich, dass im Oktober Sr. Sara aus Gangelt für ein Jahr zu uns kam, um im Kinderhaus mitzuarbeiten.
Nicht nur im November, auch sonst hatten wir mehrfach Besucher hier aus Deutschland.
Im Juni war Frau Conny Kirchhof drei Wochen bei uns, um die Gründung des e.V. "Geschwister Afrikas" vorzubereiten. Sie sah alle Apostolatsbereiche und lebte einfach mit in den Konventen.
Andere Besucher kamen nur kurz, ein Arzt (Dr. Peter) aus der Schweiz, Prof. Raedsch vom Josefshospital in Wiesbaden, Damen aus dem Berger-Camp, die uns schon seit drei Jahren aus den Ergebnissen des Weihnachtsbazars unterstützen, Schwestern aus nigerianischen und internationalen Gemeinschaften und Priester aus verschiedenen Bereichen Nigerias.
Und natürlich unsere Schwestern aus Dernbach. Unsere Generaloberin, Sr. Jolise, kam mit Sr. Gonzalo zur offiziellen Visitation, und Sr. Simone war zweimal hier dieses Jahr. Kontakte mit e-mail und Telefon halten uns in Verbindung, auch wenn es nicht immer so leicht geht wie wir wünschten; mehrfach fiel die e-mail-Verbindung für Wochen aus.
Endlich ist es auch gelungen, einen befriedigenden Kontakt zur Deutschen Botschaft herzustellen. Wir sind jetzt Mitglieder in einem Arbeitskreis für Entwicklungsarbeit in Nigeria. Das bringt gute und hilfreiche Verbindungen. Es war uns eine besondere Freude, beim Besuch des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Zollitsch, an einem Empfang mit Deutschen teilnehmen zu können. So wächst alles langsam und gut weiter.
Auch in den Projekten geht es gut voran.

Kinderhaus in Mbele, Kreis Oguta, im Südosten Nigerias

In Oguta sind Kinderhaus und Konvent eingeweiht und bezogen, elf Kinder werden betreut und gehen zur Schule. Elizabeth, von der ich schon schrieb, kann jetzt mit Hilfe von Krücken und Beinschienen laufen und ist sehr glücklich. Joanna, die Älteste, wird wohl nächstes Jahr ihren Schulabschluss machen können; dann suchen wir eine Ausbildungsmöglichkeit für sie.
Ein neues Mädchen, etwa vier Jahre, ist seit einigen Tagen bei uns. Auch sie war verwahrlost auf der Straße, unterernährt, krank und vernachlässigt. Sie wird sich sicher bald erholen.
Große Mühe macht es uns, in Oguta auf dem abschüssigen Gelände Gebäude und Land gegen Erosion zu schützen. In der Regenzeit war der ganze Bereich mit tiefen Rinnen durchzogen, das Erdreich wird dann weggespült, die Fundamente beschädigt. Wir pflanzen Sträucher und Bäume und haben einen Teil pflastern bzw. zementieren müssen.



Katharina-Kasper-Jugend-Rehabilitations-Projekt


Auch das Lehrlingsprojekt geht weiter. Vier Jungen sind jetzt im Haus, der Älteste hat die Lehre abgeschlossen und ist inzwischen ausgezogen, er hat sich selbständig gemacht. Sobald ein Junge kommt, der wie er Autopolsterei lernen will, wird er auch ausbilden. Einer lernt Schreiner, einer Schweißer, einer Automechaniker, der vierte geht zur Schule.

Ifetedo im Südwesten Nigerias

In Ifetedo konnten wir ein großes Stück Land, etwas über einen Hektar, hinter der Kirche von der Diözese bekommen. Dort haben wir als erstes einen Tiefbrunnen gebohrt, damit wir Wasser im Gelände haben; der Bau des Konvents wird im Januar beginnen. Das Miethaus, in dem wir derzeit noch wohnen, steht uns nur bis September 2009 zur Verfügung. Von dort aus gehen die Schwestern in zehn Dörfer; diese Mobile Klinik führen wir ja an allen drei Standorten (Garam, Oguta und Ifetedo), und sie ist sehr wichtig für die Menschen, die sonst keinen Zugang zu Gesundheitsversorgung


Aktion Sauberes Wasser

Dort – in dem abgelegenen Dorf im Südwesten - wie hier in Garam bereiten wir uns vor, weitere Brunnen zu bohren für sauberes Wasser. Es ist ganz offensichtlich, dass in den Dörfern, die schon Brunnen haben, die Gesundheit der Menschen sich verbessert hat.

Garam, in Zentralnigeria, nahe der Hauptstadt Abuja

Hier in Garam ist zur Mobilen Klinik, Vorschule und Katechismusunterricht noch die geistliche Begleitung von Studenten gekommen. Ein privater Anbieter hat ein großes College hier gebaut, und die Studenten haben gebeten, ob eine oder zwei Schwestern wöchentlich kommen können, um den katholischen Studenten zum Gespräch und zur Beratung zur Verfügung zu stehen. Zwei unserer Novizinnen machen das gerne und mit viel Einfühlungsvermögen.

Auch unsere Farm wächst. Inzwischen konnten wir so viel Mais, Yam und Erdnüsse ernten, dass wir auch das Kinderhaus mit versorgen können. Wir haben zwei junge Ziegen, die uns hoffentlich bald Nachwuchs bescheren und so die Fleischversorgung verbessern, und Hühner, die schon eifrig brüten. Allerdings sind da die Habichte und Geier auch interessiert, und die sind schneller als wir. Besonders freut uns, dass unsere Bananenstauden viele Früchte tragen, so wie jetzt endlich auch die Papayabäume. Obst ist hier im Norden immer ein bisschen rar, da hilft das, wenn wir eigene Früchte ernten können.

Die Regenzeit war lang, aber nicht sehr ergiebig; im Norden Nigerias soll es in elf der 36 Bundesstaaten Missernten und damit Hungersnot geben. Jetzt hat die Trockenzeit begonnen; 40 Grad im Schatten sind heute Nachmittag. Nachts kühlt es allerdings noch etwas ab, so dass man gut schlafen kann. Dafür sind wir dankbar.

Weihnachtsgrüße

Von uns allen hier wünsche ich Ihnen
ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest
und Gottes Schutz für das neue Jahr 2010.


Die Bilder, die wir diesem Brief anhängen, zeigen Ihnen noch ein wenig besser, was hier geschieht. Und wenn wir Ihnen mit weiteren Auskünften helfen können, schreiben Sie uns - wir haben jetzt sogar eine englische homepage, www.phjc-nigeria.org.

Ihnen allen herzlich verbunden und in großer Dankbarkeit

Ihre

Schwester Christeta Hess