Der Kreuz-Anhänger hat eine tiefe symbolische Bedeutung:
Unser, mein Lebensbaum, wurzelt im Kreuz, aus dem durch Christi Erlösungstat neues Leben entspringt.
Das Samenkorn ist ein Symbol für Mutter Maria Katharina, die aus der Kraft des Kreuzes die Gemeinschaft ins Leben gerufen hat und sich getragen wusste von seiner – Christi – Liebe.
So wächst im Vertrauen auf diese Kraft der Baum als Sinnbild unserer Kongregation und meines persönlichen Lebens.
Die Blätter weisen hinaus in die Welt und stehen stellvertretend für viele Länder unserer Erde, in denen ADJC für Gottes Reich wirken.
Nur in Verbindung mit dem Kreuz Jesu wird dieser Baum weiterleben.
Tod und Auferstehung in der Offenheit, in dem Hindurchsehen, machen Zukunft möglich. Das Kreuz vor der offenen „Tür“.
Zeichen für Durchgang und Neuwerden, Sicheinlassen auf Unbekanntes, vielleicht Dunkles, um daraus wieder ins Licht zu treten.
Gleichzeitig aber ist diese Offenheit Einladung: Ich lasse den Mitmenschen ein und gebe ihm teil an meinem Leben, oder aber ich komme ihm entgegen nach draußen und wirke so Begegnung.
Ursprung, Halt und Stütze aus dem Kreuz, das im Vordergrund steht – so gelingt unser Leben.
(Sr. Roswitha Ruh, Künstlerin dieses Kreuz-Zeichens)
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Neujahr 2012

"Der Herr wende sein Angesicht dir zu und schenke dir Heil" 
(Buch Numeri: Der Segen des Aron) 

Das Gesicht woanders hinrichten, bei Begegnen:
- ich mag dich nicht.
- ich will dich nicht.
- ich will dich nicht sehen.
- du hast kein Ansehen bei mir.
- ich kann über dich hinwegsehen.

Gott aber ist mir zugewandt, mit seinem Angesicht, Zeit meines Lebens!

Schon in der Krippe oder auf dem Arm der Mutter Maria:
Jesus ist zugewandt; er lächelt die Mutter an und Josef und die Hirten.
Er schaut uns an, auch später, als Erwachsener. Er schaut aus nach den Kranken und fragt sie: "Was willst Du, dass ich für Dich tue?"
In Jesus Christus hat sich Gott ganz und innigst uns zugwandt:
In unserem Leben und in unserem Sterben:
Gott ist gegenwärtig;
auch wenn manchmal nur als "Begleiter", als Freund, als Mit - Leidender.

Gott läßt sich von unseren Nöten und Bedrängnissen mit betreffen; er trägt mit.
Vor allem: Gott ist treu. Und seine Treue ist an keine Bedingung geknüpft.

Wir: wir sind treulose Thomasse, Petrusse, Angsthasen und Wetterwendige. Unere Liebe reicht gerade mal so weit.
Und wenn dann nichts mehr geht, dann werden wir sauer, beleidigt, vergrämt.
Gott erträgt auch das. Gott ist viel zu groß, um sich von uns beleidigen zu lassen!
Nicht wie ein Bundespräsident will Gott beleidigt zurücktreten oder gar strafen.

Seine Wege sind lauter Huld und Güte.
Gott bleibt uns gewogen. Auch 2012 im Neune Jahr.

Pater Schmidt, SJ, Krankenhausseelsorger St. Elisabethen Krankenhaus, Frankfurt/Main