Der Kreuz-Anhänger hat eine tiefe symbolische Bedeutung:
Unser, mein Lebensbaum, wurzelt im Kreuz, aus dem durch Christi Erlösungstat neues Leben entspringt.
Das Samenkorn ist ein Symbol für Mutter Maria Katharina, die aus der Kraft des Kreuzes die Gemeinschaft ins Leben gerufen hat und sich getragen wusste von seiner – Christi – Liebe.
So wächst im Vertrauen auf diese Kraft der Baum als Sinnbild unserer Kongregation und meines persönlichen Lebens.
Die Blätter weisen hinaus in die Welt und stehen stellvertretend für viele Länder unserer Erde, in denen ADJC für Gottes Reich wirken.
Nur in Verbindung mit dem Kreuz Jesu wird dieser Baum weiterleben.
Tod und Auferstehung in der Offenheit, in dem Hindurchsehen, machen Zukunft möglich. Das Kreuz vor der offenen „Tür“.
Zeichen für Durchgang und Neuwerden, Sicheinlassen auf Unbekanntes, vielleicht Dunkles, um daraus wieder ins Licht zu treten.
Gleichzeitig aber ist diese Offenheit Einladung: Ich lasse den Mitmenschen ein und gebe ihm teil an meinem Leben, oder aber ich komme ihm entgegen nach draußen und wirke so Begegnung.
Ursprung, Halt und Stütze aus dem Kreuz, das im Vordergrund steht – so gelingt unser Leben.
(Sr. Roswitha Ruh, Künstlerin dieses Kreuz-Zeichens)
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Katharina - Närrin Gottes. Ein Musikalisches Mysterienspiel

Schuhe von Maria Kathrina Kasper

Zum 100. Todestag der Ordensgründerin Maria Katharina Kasper

  • P. Helmut Schlegel ofm
  • Musik
  • Stephan und Dominik Sahm

Auszug aus dem Vorwort

Das geistige Musikspiel ... ist kein historisches Stück. Das Spiel findet heute ... statt. Dabei kommt es weniger auf das Bühnen - Spiel als auf das Lebens - Spiel an. Die "Figuren" des Mysterienspiels sind teilweise frei erfunden: Der NARR will Anwalt der inneren Bewegung Katharinas sein. TÄTER und TÄTERIN, die auch in anderen Rollen - z.B. die der ELTERN, des DECHANTEN und BISCHOFS und sogar der MITSCHWESTERN Katharinas - schlüpfen, verkörpern die Widerstände gegen ein Leben der Nachfolge, die oft im Gewand der Vernunft oder sogar der Frömmigkeit daherkommen. Das OPFER steht stellvertretend für alle Entrechteten und Armgemachten auf der Welt. Katharina versteht den Auftrag, das Reich Gottes aufzubauen, in dem Gerechtigkeit vorrangig ist und der Schöpfung das Heil Gottes zugesprochen wird, auf diese Weise und nimmt ihn ernst. Sie tritt in die Fußspuren dessen, der die Armen selig pries, der Blinde heilte und Tote zum Leben erweckte. Und so singt und tanzt sie das Lied der Befreiung im Einklang mit Maria von Nazareth, deren Namen sie für ihr Ordensleben gewählt hat:

"Magnificat -
Ich lobe Gott und preise seinen Namen -
Anima mea dominum -
mein Lied will ich ihm singen."

  • Der gesamte Text findet sich in dem Buch "Lebensspuren, Hoffnungszeichen"
    Herausgeber Provinzleitung der Dernbacher Schwestern, Dernbach
    Verlag Arfeller, Montabur, 1988, ISBN 3-9804790-7-2