Der Kreuz-Anhänger hat eine tiefe symbolische Bedeutung:
Unser, mein Lebensbaum, wurzelt im Kreuz, aus dem durch Christi Erlösungstat neues Leben entspringt.
Das Samenkorn ist ein Symbol für Mutter Maria Katharina, die aus der Kraft des Kreuzes die Gemeinschaft ins Leben gerufen hat und sich getragen wusste von seiner – Christi – Liebe.
So wächst im Vertrauen auf diese Kraft der Baum als Sinnbild unserer Kongregation und meines persönlichen Lebens.
Die Blätter weisen hinaus in die Welt und stehen stellvertretend für viele Länder unserer Erde, in denen ADJC für Gottes Reich wirken.
Nur in Verbindung mit dem Kreuz Jesu wird dieser Baum weiterleben.
Tod und Auferstehung in der Offenheit, in dem Hindurchsehen, machen Zukunft möglich. Das Kreuz vor der offenen „Tür“.
Zeichen für Durchgang und Neuwerden, Sicheinlassen auf Unbekanntes, vielleicht Dunkles, um daraus wieder ins Licht zu treten.
Gleichzeitig aber ist diese Offenheit Einladung: Ich lasse den Mitmenschen ein und gebe ihm teil an meinem Leben, oder aber ich komme ihm entgegen nach draußen und wirke so Begegnung.
Ursprung, Halt und Stütze aus dem Kreuz, das im Vordergrund steht – so gelingt unser Leben.
(Sr. Roswitha Ruh, Künstlerin dieses Kreuz-Zeichens)
dernbacher.de>  Maria Katharina Kasper>  Gründung und Charisma>  Unser Erbe

Stand der Gemeinschaft nach dem Tode von Maria Katharina

Als Maria Katharina Kasper am 2. Februar 1898 stirbt, zählt die Gemeinschaft 1.725 Schwestern in 193 Niederlassungen. Und sie wächst kontinuierlich weiter. Das Beispiel, das Maria Katharina Kasper und ihre Mitschwestern geben, ihr Dasein für Gott, das sich in ihrem Einsatz für die Armen ausdrückt, zieht an. So zählt die Gemeinschaft Anfang der 30er Jahre 4.346 Schwestern in 341 Niederlassungen. Die absolute Hoch-Zeit der Armen Dienstmägde Jesu Christi.

Im Jahr 2009 sind wir etwas mehr als 600  Schwestern, die in Deutschland, Niederlande, USA, England, Indien, Mexiko, Brasilien, Nigeria und Kenia selbstlose Hilfe gegen Egoismus und Gleichgültigkeit setzen. In der Obdachlosenarbeit wie in der Aids-Hilfe, in der Zuwendung zu Leprakranken, mit einer Suppenküche für die Armen, mit solidarischer Frauenarbeit: die Liste der Tätigkeitsfelder ist lang. Ein Engagement, das an die Ursprünge der Gemeinschaft bewusst anknüpfen und etwas vermitteln und spüren lassen will von der Liebe, mit der Maria Katharina Kasper auf die Menschen zuging: Dasein für Gott als Option für die Armen. 

Schreitende Maria, Kathedrale Salisbury, Foto: Sr. Benedicta ADJC