Der Kreuz-Anhänger hat eine tiefe symbolische Bedeutung:
Unser, mein Lebensbaum, wurzelt im Kreuz, aus dem durch Christi Erlösungstat neues Leben entspringt.
Das Samenkorn ist ein Symbol für Mutter Maria Katharina, die aus der Kraft des Kreuzes die Gemeinschaft ins Leben gerufen hat und sich getragen wusste von seiner – Christi – Liebe.
So wächst im Vertrauen auf diese Kraft der Baum als Sinnbild unserer Kongregation und meines persönlichen Lebens.
Die Blätter weisen hinaus in die Welt und stehen stellvertretend für viele Länder unserer Erde, in denen ADJC für Gottes Reich wirken.
Nur in Verbindung mit dem Kreuz Jesu wird dieser Baum weiterleben.
Tod und Auferstehung in der Offenheit, in dem Hindurchsehen, machen Zukunft möglich. Das Kreuz vor der offenen „Tür“.
Zeichen für Durchgang und Neuwerden, Sicheinlassen auf Unbekanntes, vielleicht Dunkles, um daraus wieder ins Licht zu treten.
Gleichzeitig aber ist diese Offenheit Einladung: Ich lasse den Mitmenschen ein und gebe ihm teil an meinem Leben, oder aber ich komme ihm entgegen nach draußen und wirke so Begegnung.
Ursprung, Halt und Stütze aus dem Kreuz, das im Vordergrund steht – so gelingt unser Leben.
(Sr. Roswitha Ruh, Künstlerin dieses Kreuz-Zeichens)
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Was für Katharina zählt

Den Armen und Kranken gilt weiterhin die Vorliebe der Schwestern. Maria Katharina weiß, daß ein Mensch erst dann für ideelle Ziele zu gewinnen ist, wenn seine Grundbedürnisse befriedigt sind.

Die Ambulanzstationen und Kindergärten bilden weiterhin den Schwerpunkt der Arbeit. Es bilden sich vorrangig "Kleingemeinschaften" mit 2-5 Schwestern, welche miteinander in einem Konvent leben.

"Wenn ein Bruder oder eine Schwester ohne Kleidung ist und ohne das tägliche Brot und einer von euch zu ihnen sagt: Geht in Frieden, wärmt und sättigt euch! ihr gebt ihnen aber nicht, was sie zum Leben brauchen - was nützt das?"


Fotos: Kloster/Gurian

So ermahnt schon der Verfasser des Jakobusbriefes seine Glaubensbrüder und fügt hinzu:

"So ist auch der Glaube für sich allein tot, wenn er nicht Werke vorzuweisen hat" (Jak 2, 16-17).

Der Gründerin und ihren zahlreichen Gefährtinnen geht es bei ihrem Tun nicht um reine Sozialarbeit oder um Humanität. Auch halten sie nichts von christlichem Erfolgsstreben nach dem Motto: "Mit guten Werken kann ich mir den Himmel verdienen!" Ihnen geht es ebenso wenig um ein Herausposaunen von Parolen, um ein Verkünden von frommem Patentrezepten, um Rechthaberei in Weltanschauungsfragen.
Das geht eindeutig aus der provokanten Ordensbezeichnung hervor:

Dienst nicht als Selbstzweck, sondern als Verwirklichung eines christlichen Auftrages.

Ihr Dienst ist eindeutig apostolischer Art, was zweifelsfrei bereits aus den ersten Satzungen hervorgeht. Es geht schon zuerst darum, dass sich die Ordensfrauen um Vervollkommnung (Heiligung) ihres christlichen Lebens bemühen, aber wiederum nicht bei sich selbst stehen bleiben, etwa durch fromme Übungen, sondern sich dem Nächsten zuwenden.

Und da sind die Aussagen des Evangeliums eindeutig: "Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan (Mt.25, 40)