Was für Katharina zählt
Den Armen und Kranken gilt weiterhin die Vorliebe der Schwestern. Maria Katharina weiß, daß ein Mensch erst dann für ideelle Ziele zu gewinnen ist, wenn seine Grundbedürnisse befriedigt sind.
Die Ambulanzstationen und Kindergärten bilden weiterhin den Schwerpunkt der Arbeit. Es bilden sich vorrangig "Kleingemeinschaften" mit 2-5 Schwestern, welche miteinander in einem Konvent leben.
"Wenn ein Bruder oder eine Schwester ohne Kleidung ist und ohne das tägliche Brot und einer von euch zu ihnen sagt: Geht in Frieden, wärmt und sättigt euch! ihr gebt ihnen aber nicht, was sie zum Leben brauchen - was nützt das?"

- Fotos: Kloster/Gurian
So ermahnt schon der Verfasser des Jakobusbriefes seine Glaubensbrüder und fügt hinzu:
"So ist auch der Glaube für sich allein tot, wenn er nicht Werke vorzuweisen hat" (Jak 2, 16-17).
Der Gründerin und ihren zahlreichen Gefährtinnen geht es bei ihrem Tun nicht um reine Sozialarbeit oder um Humanität. Auch halten sie nichts von christlichem Erfolgsstreben nach dem Motto: "Mit guten Werken kann ich mir den Himmel verdienen!" Ihnen geht es ebenso wenig um ein Herausposaunen von Parolen, um ein Verkünden von frommem Patentrezepten, um Rechthaberei in Weltanschauungsfragen.
Das geht eindeutig aus der provokanten Ordensbezeichnung hervor:
Dienst nicht als Selbstzweck, sondern als Verwirklichung eines christlichen Auftrages.
Ihr Dienst ist eindeutig apostolischer Art, was zweifelsfrei bereits aus den ersten Satzungen hervorgeht. Es geht schon zuerst darum, dass sich die Ordensfrauen um Vervollkommnung (Heiligung) ihres christlichen Lebens bemühen, aber wiederum nicht bei sich selbst stehen bleiben, etwa durch fromme Übungen, sondern sich dem Nächsten zuwenden.
Und da sind die Aussagen des Evangeliums eindeutig: "Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan (Mt.25, 40)





