Idee - Dimension
Menschen können viel Gutes tun, auch ohne Geld und herausragende Bildung, wenn sie nur das Verlangen danach haben, Gott und damit den Menschen dienen zu wollen. Die Idee der schlichten Dernbacherin hat jetzt eine Dimension erreicht, die heute nur anhand der Zahlen annähernd erfasst werden kann. Wer stellt sich vor, wie diese Frauen sich eingesetzt haben? Tagsüber Krankenbesuche, abends Nähkurse für Frauen, am Wochenende Jugendsozialarbeit für junge, in den wachsenden Industriestädten gefährdete Arbeiterinnen. Und dabei darf die Tat nicht in Aktionismus ausarten, der das innere Leben der Schwestern zu gefährden droht!
Die Machtergreifung durch die Nationalsozialisten im Jahr 1933 kündigt einen neuen Abschnitt in der Geschichte der Kongregation an, ein schmerzvolles Kapitel. Zu diesem Zeitpunkt zählt die Gemeinschaft 341 Niederlassungen mit 4.346 Schwestern insgesamt.
Hinsichtlich ihrer Ausbreitung hat sie ihren Höhepunkt erreicht. Beeindruckend ist die Statistik der Niederlassungen. Allein im Bistum Limburg gibt es drei Jahre später 119 Filialen, fast die Hälfte der Ordensfrauen in diesem Bistum gehört dieser Kongregation an.
Große Verbreitung verzeichnet die Gemeinschaft der hilfs- und opferbereiten Frauen auch in den Bistümern Köln und Trier mit 60 bzw. 37 Niederlassungen.
In weiteren Diözesen gibt es eine Anzahl von Häusern: in Aachen (27), Paderborn (26), Münster (7) und Breslau (3).
In Böhmen arbeiten die Armen Dienstmägde in den Diözesen Prag (4) und Leitmeritz (5); in Holland helfen sie den Mitmenschen in den Diözesen Roermond (5) und Utrecht (3).
Die Zahl der britischen Filialen in den Bistümern Westminster, Brentwood und Plymouth steigt durch eine Neugründung auf vier.
In Nordamerika, wo ein größerer Teil an Schulen entstanden ist, engagieren sich die "Armen Dienstmägde" in den Diözesen Fort Wayne (15), Chicago (6), Springfield (3), St. Paul (2), Belleville (14) und Superior (3).






