Der Kreuz-Anhänger hat eine tiefe symbolische Bedeutung:
Unser, mein Lebensbaum, wurzelt im Kreuz, aus dem durch Christi Erlösungstat neues Leben entspringt.
Das Samenkorn ist ein Symbol für Mutter Maria Katharina, die aus der Kraft des Kreuzes die Gemeinschaft ins Leben gerufen hat und sich getragen wusste von seiner – Christi – Liebe.
So wächst im Vertrauen auf diese Kraft der Baum als Sinnbild unserer Kongregation und meines persönlichen Lebens.
Die Blätter weisen hinaus in die Welt und stehen stellvertretend für viele Länder unserer Erde, in denen ADJC für Gottes Reich wirken.
Nur in Verbindung mit dem Kreuz Jesu wird dieser Baum weiterleben.
Tod und Auferstehung in der Offenheit, in dem Hindurchsehen, machen Zukunft möglich. Das Kreuz vor der offenen „Tür“.
Zeichen für Durchgang und Neuwerden, Sicheinlassen auf Unbekanntes, vielleicht Dunkles, um daraus wieder ins Licht zu treten.
Gleichzeitig aber ist diese Offenheit Einladung: Ich lasse den Mitmenschen ein und gebe ihm teil an meinem Leben, oder aber ich komme ihm entgegen nach draußen und wirke so Begegnung.
Ursprung, Halt und Stütze aus dem Kreuz, das im Vordergrund steht – so gelingt unser Leben.
(Sr. Roswitha Ruh, Künstlerin dieses Kreuz-Zeichens)
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Idee - Dimension

Bau in Nigeria
Küche in Kenichera, Indien, Foto 1 u.3 : Sr. Benedicta Köth, ADJC; Foto 2 Sr. Simone Weber, ADJC

Menschen können viel Gutes tun, auch ohne Geld und herausragende Bildung, wenn sie nur das Verlangen danach haben, Gott und damit den Menschen dienen zu wollen. Die Idee der schlichten Dernbacherin hat jetzt eine Dimension erreicht, die heute nur anhand der Zahlen annähernd erfasst werden kann. Wer stellt sich vor, wie diese Frauen sich eingesetzt haben? Tagsüber Krankenbesuche, abends Nähkurse für Frauen, am Wochenende Jugendsozialarbeit für junge, in den wachsenden Industriestädten gefährdete Arbeiterinnen. Und dabei darf die Tat nicht in Aktionismus ausarten, der das innere Leben der Schwestern zu gefährden droht!

Die Machtergreifung durch die Nationalsozialisten im Jahr 1933 kündigt einen neuen Abschnitt in der Geschichte der Kongregation an, ein schmerzvolles Kapitel. Zu diesem Zeitpunkt zählt die Gemeinschaft 341 Niederlassungen mit 4.346 Schwestern insgesamt.

Hinsichtlich ihrer Ausbreitung hat sie ihren Höhepunkt erreicht. Beeindruckend ist die Statistik der Niederlassungen. Allein im Bistum Limburg gibt es drei Jahre später 119 Filialen, fast die Hälfte der Ordensfrauen in diesem Bistum gehört dieser Kongregation an.

Große Verbreitung verzeichnet die Gemeinschaft der hilfs- und opferbereiten Frauen auch in den Bistümern Köln und Trier mit 60 bzw. 37 Niederlassungen.

In weiteren Diözesen gibt es eine Anzahl von Häusern: in Aachen (27), Paderborn (26), Münster (7) und Breslau (3).

In Böhmen arbeiten die Armen Dienstmägde in den Diözesen Prag (4) und Leitmeritz (5); in Holland helfen sie den Mitmenschen in den Diözesen Roermond (5) und Utrecht (3).

Die Zahl der britischen Filialen in den Bistümern Westminster, Brentwood und Plymouth steigt durch eine Neugründung auf vier.

In Nordamerika, wo ein größerer Teil an Schulen entstanden ist, engagieren sich die "Armen Dienstmägde" in den Diözesen Fort Wayne (15), Chicago (6), Springfield (3), St. Paul (2), Belleville (14) und Superior (3).