Der Kreuz-Anhänger hat eine tiefe symbolische Bedeutung:
Unser, mein Lebensbaum, wurzelt im Kreuz, aus dem durch Christi Erlösungstat neues Leben entspringt.
Das Samenkorn ist ein Symbol für Mutter Maria Katharina, die aus der Kraft des Kreuzes die Gemeinschaft ins Leben gerufen hat und sich getragen wusste von seiner – Christi – Liebe.
So wächst im Vertrauen auf diese Kraft der Baum als Sinnbild unserer Kongregation und meines persönlichen Lebens.
Die Blätter weisen hinaus in die Welt und stehen stellvertretend für viele Länder unserer Erde, in denen ADJC für Gottes Reich wirken.
Nur in Verbindung mit dem Kreuz Jesu wird dieser Baum weiterleben.
Tod und Auferstehung in der Offenheit, in dem Hindurchsehen, machen Zukunft möglich. Das Kreuz vor der offenen „Tür“.
Zeichen für Durchgang und Neuwerden, Sicheinlassen auf Unbekanntes, vielleicht Dunkles, um daraus wieder ins Licht zu treten.
Gleichzeitig aber ist diese Offenheit Einladung: Ich lasse den Mitmenschen ein und gebe ihm teil an meinem Leben, oder aber ich komme ihm entgegen nach draußen und wirke so Begegnung.
Ursprung, Halt und Stütze aus dem Kreuz, das im Vordergrund steht – so gelingt unser Leben.
(Sr. Roswitha Ruh, Künstlerin dieses Kreuz-Zeichens)
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Apostolat - Tätigkeiten

Nun stellt es sich als ein Segen heraus, dass die Armen Dienstmägde bereits seit 16 Jahren in Holland tätig sind. 1875 kauft Maria Katharina einen verlassenen Bauernhof mit Ställen, Scheunen, Garten- und Wiesenland auf. Zwei Jahre später werden ins holländische Lutterade sogar die Schule und das Lehrerinnen-Seminar aus Montabaur verlegt.

Mit vier Eisenbahnwagen werden Möbel, Hausgeräte und Schulutensilien verfrachtet. Die Schwestern verdienen Geld mit Näharbeiten, pflegen natürlich die Kranken in der Umgebung und erteilen der Dorfjugend Handarbeitsunterricht. Zwei Jahre nach dem Einzug nehmen sie auch die ersten holländischen Kinder auf. Noch ein Jahr später eröffnen sie eine holländische Volksschule. Bald entstehen weitere Niederlassungen in Holland.

Der Kulturkampf erzwingt nicht nur die Schließung von Kindergärten, Waisenhäusern und Schulen, sondern entfacht zugleich die Aktivitäten im Ausland. In England lassen sich die Armen Dienstmägde nicht nur im Londoner

Auch in England, im Arbeiter-Vorort White Chapel in Ost-London, gründet der Orden eine neue Niederlassung.

Denn im Frühjahr 1876 trifft ein Schreiben des deutschen Pfarrers Volk im Mutterhaus ein, der um Entsendung von Schwestern in diesen ärmsten Teil Londons bittet. Drei Schwestern, deren Klosterschule in Wiesbaden geschlossen worden ist, machen sich auf die Reise. Gemeinsam mit einer Schwester aus Montabaur statten sie ihre Niederlassung mit dem Nötigsten aus. Sie nennen ihr Haus "Kloster Bethlehem", weil es nicht einmal Betten gibt. Aber auf Hobelspänen und Reisedecken lässt sich auch schlafen. Neben dem Schuldienst kümmern sie sich um Arme und Kranke.

Bald kommen die "Armen Dienstmägde Jesu Christi" im Land umher, und dann dauert es auch nicht lange, bis sich die ersten englischen und irischen Frauen anschließen und um Aufnahme bitten.

Die Kaiserin von Österreich-Ungarn erhält im Juni 1880 bei einem Fest unter adeligen Herrschaften in Prag von der Reichsgräfin von Brühl einen Tipp, als es um die Sorge für die vielen Hilfs- und Pflegebedürftigen der großen Stadt geht. Weil sie Bedingungen geltend macht, zögert die Generaloberin zunächst. Als Bischof Blum von Limburg und der Kardinal von Prag dieses Anliegen unterstützen, gibt sie schließlich ihre Einwilligung, Schwestern nach Böhmen zu entsenden.

Am 28. Mai 1881 reisen die ersten vier Schwestern ab. Bald sind sie nicht nur in Prag, sondern auch in anderen böhmischen Städten tätig. Mit großem Fleiß lernen sie die tschechische Sprache.