Der Kreuz-Anhänger hat eine tiefe symbolische Bedeutung:
Unser, mein Lebensbaum, wurzelt im Kreuz, aus dem durch Christi Erlösungstat neues Leben entspringt.
Das Samenkorn ist ein Symbol für Mutter Maria Katharina, die aus der Kraft des Kreuzes die Gemeinschaft ins Leben gerufen hat und sich getragen wusste von seiner – Christi – Liebe.
So wächst im Vertrauen auf diese Kraft der Baum als Sinnbild unserer Kongregation und meines persönlichen Lebens.
Die Blätter weisen hinaus in die Welt und stehen stellvertretend für viele Länder unserer Erde, in denen ADJC für Gottes Reich wirken.
Nur in Verbindung mit dem Kreuz Jesu wird dieser Baum weiterleben.
Tod und Auferstehung in der Offenheit, in dem Hindurchsehen, machen Zukunft möglich. Das Kreuz vor der offenen „Tür“.
Zeichen für Durchgang und Neuwerden, Sicheinlassen auf Unbekanntes, vielleicht Dunkles, um daraus wieder ins Licht zu treten.
Gleichzeitig aber ist diese Offenheit Einladung: Ich lasse den Mitmenschen ein und gebe ihm teil an meinem Leben, oder aber ich komme ihm entgegen nach draußen und wirke so Begegnung.
Ursprung, Halt und Stütze aus dem Kreuz, das im Vordergrund steht – so gelingt unser Leben.
(Sr. Roswitha Ruh, Künstlerin dieses Kreuz-Zeichens)
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Probleme in den Anfängen



GEH, WOHIN DU NICHT WILLST

Für denjenigen, der die Geschichte der "Armen Dienstmägde Jesu Christi" verstehen will, lohnt wiederum ein Blick in die Apostelgeschichte. Zwar gab es für die Gemeinde von Jerusalem von Anfang an Schwierigkeiten und Druck seitens des Hohen Rates der Juden. Dennoch konnte sich das Gemeindeleben fruchtbar entfalten, und die Christen waren beim ganzen Volk beliebt. Eine schwere Verfolgung der ganzen Kirche in Jerusalem brach jedoch mit der Steinigung des Stephanus herein.

Die meisten wurden in die Gegenden von Judäa und Samarien zerstreut. Vorbei war die schöne Zeit, in der es sich bequem und behaglich einrichten ließ, in der gute Freunde gemeinsame Arbeit aufgebaut hatten. Gewiss, für die Bertoffenen war diese Situation hart, wo sie doch soviel aufgeben mussten, Dinge, an denen gewiss ihr Herz hing. Für die junge Kirche war die Zerstreuung („Diaspora“) – geschichtlich betrachtet – ein großer Segen. Denn auf diese Weise wurde das Evangelium in andere Gegenden getragen.

Denn: „Die Gläubigen, die zerstreut worden waren, zogen umher und verkündeten das Wort.“

Dieses Beispiel von damals ist eine große Ermutigung für alle, die sich heute als Minderheit vorkommen in einer Welt, wo Macht und Konsum stärkeren Einfluss besitzen als die Bergpredigt.