Der Kreuz-Anhänger hat eine tiefe symbolische Bedeutung:
Unser, mein Lebensbaum, wurzelt im Kreuz, aus dem durch Christi Erlösungstat neues Leben entspringt.
Das Samenkorn ist ein Symbol für Mutter Maria Katharina, die aus der Kraft des Kreuzes die Gemeinschaft ins Leben gerufen hat und sich getragen wusste von seiner – Christi – Liebe.
So wächst im Vertrauen auf diese Kraft der Baum als Sinnbild unserer Kongregation und meines persönlichen Lebens.
Die Blätter weisen hinaus in die Welt und stehen stellvertretend für viele Länder unserer Erde, in denen ADJC für Gottes Reich wirken.
Nur in Verbindung mit dem Kreuz Jesu wird dieser Baum weiterleben.
Tod und Auferstehung in der Offenheit, in dem Hindurchsehen, machen Zukunft möglich. Das Kreuz vor der offenen „Tür“.
Zeichen für Durchgang und Neuwerden, Sicheinlassen auf Unbekanntes, vielleicht Dunkles, um daraus wieder ins Licht zu treten.
Gleichzeitig aber ist diese Offenheit Einladung: Ich lasse den Mitmenschen ein und gebe ihm teil an meinem Leben, oder aber ich komme ihm entgegen nach draußen und wirke so Begegnung.
Ursprung, Halt und Stütze aus dem Kreuz, das im Vordergrund steht – so gelingt unser Leben.
(Sr. Roswitha Ruh, Künstlerin dieses Kreuz-Zeichens)
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Schock für die Gemeinschaft

Durch eine Verfügung Hitlers aus dem Jahr 1940 können kaum noch Novizinnen in die Kongregation aufgenommen werden. 15 Schwestern sterben durch Kriegseinwirkung. Die zahlreichen Schließungen in der 12jährigen NS-Ära haben die Gemeinschaft der "Armen Dienstmägde" schwer erschüttert. Viele Gebäude – vor allem Krankenhäuser – sind in Schutt und Asche gefallen. Gerade in den Großstädten wie Frankfurt und Düsseldorf haben die Schwestern viele Bombennächte gemeinsam mit den Patienten in Todesangst verbracht. Beim ersten Generalkapitel nach dem Krieg stellt sich den Schwestern die Frage: Wird der Wiederaufbau gelingen? Und wird die alte Dynamik wiederzugewinnen sein?

"Fahren wir fort, meine liebe Schwestern, tagtäglich zu Gott dem Heiligen geist zu beten, damit wir allezeit durch ihn geleitet, erleuchtet und von ihm beseelt werden." Maria Katharina Kasper

Kathedrale Salisbury Foto: Sr. Benedicta Köth, ADJC
Abtei Oberschönenfeld, Foto: Sr. Benedicta Köth, ADJC

"Wir sind nicht auf der Welt, um verstanden und geliebt zu werden, sondern um Gott zu erkennen und zu lieben."
Maria Katharina Kasper