Der Kreuz-Anhänger hat eine tiefe symbolische Bedeutung:
Unser, mein Lebensbaum, wurzelt im Kreuz, aus dem durch Christi Erlösungstat neues Leben entspringt.
Das Samenkorn ist ein Symbol für Mutter Maria Katharina, die aus der Kraft des Kreuzes die Gemeinschaft ins Leben gerufen hat und sich getragen wusste von seiner – Christi – Liebe.
So wächst im Vertrauen auf diese Kraft der Baum als Sinnbild unserer Kongregation und meines persönlichen Lebens.
Die Blätter weisen hinaus in die Welt und stehen stellvertretend für viele Länder unserer Erde, in denen ADJC für Gottes Reich wirken.
Nur in Verbindung mit dem Kreuz Jesu wird dieser Baum weiterleben.
Tod und Auferstehung in der Offenheit, in dem Hindurchsehen, machen Zukunft möglich. Das Kreuz vor der offenen „Tür“.
Zeichen für Durchgang und Neuwerden, Sicheinlassen auf Unbekanntes, vielleicht Dunkles, um daraus wieder ins Licht zu treten.
Gleichzeitig aber ist diese Offenheit Einladung: Ich lasse den Mitmenschen ein und gebe ihm teil an meinem Leben, oder aber ich komme ihm entgegen nach draußen und wirke so Begegnung.
Ursprung, Halt und Stütze aus dem Kreuz, das im Vordergrund steht – so gelingt unser Leben.
(Sr. Roswitha Ruh, Künstlerin dieses Kreuz-Zeichens)
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Die Anfänge tragen Früchte
bis in die Welt hinaus...
...ins Heute

Konsequenz

Ein Beispiel, wie die Schwestern versuchen, an die Wurzel des Übels heranzukommen, finden wir in Mönchengladbach. Dort sind am 2. Januar 1862 drei Arme Dienstmägde eingezogen. Der örtliche Dechant hat sie gerufen, damit sie den Armen aus der Arbeiterbevölkerung dienen, deren soziale Probleme groß sind.

Die Chronik des Albertusstiftes in Mönchengladbach berichtet, dass sie schon im ersten Jahr 108 Kranke pflegen und 288 nachtwachen halten. Damit erschöpft sich keinesfalls ihr selbstloser Einsatz. Vier Jahre nach dem Eintreffen in Mönchengladbach, wo in sieben Jahrzehnten insgesamt zwölf ADJC-Niederlassungen entstehen, übernehmen sie die Betreuung eines Arbeiterinnenhospizes. Von auswärts kommende Mädchen, die in neu gegründeten Fabriken arbeiten, sollen hier ein Elternhaus in der Fremde vorfinden. Das Hospiz ist ständig überfüllt, mehrere Erweiterungen entstehen. Eine treibende Kraft ist dabei Kaplan Heinrich Liesen, der bei Adolph Kolping entscheidende Impulse erhalten hat und daraufhin 26 segensreiche Jahre lang in Mönchengladbach wirkt. Er veranlasst, dass sieben Arbeiterinnen in das Haus der "Armen Dienstmägde" einziehen, um ein gemeinsames Leben mit den Ordensfrauen zu führen. Auf diese Weise erfahren die Arbeiterinnen eine umfassende Betreuung, die sich sowohl auf die materiellen wie sittlich-religiösen Bedürfnisse erstreckt.

1874 verzeichnet der daraus entstandene Arbeiterinnenverein etwa 200 Mitglieder.

Ohne Berücksichtigung der Konfession gehört dir Pflege der Kranken in deren eigenen Wohnung zur klassischen Aufgabe des Ordens.

Nun hält die Aufgabenbeschreibung außerdem fest: „Auf Verlangen gewähren die Schwestern auch in ihrem Kloster kranken Armen, sowie kränklichen alten Personen, welche verlassen und obdachlos sind, Aufnahme, insoweit die den Schwestern disponsibel gestellten Räumlichkeiten dies gestatten.“

Ein für viele unvorstellbarer Vorgang: Die Schwestern nehmen fremde pflegebedürftige Menschen direkt in ihr Haus auf, wo sie selbst wohnen und leben. Das Kloster ist somit kein Schneckenhaus, keine Sonderwelt, die nicht mit den Realitäten des Lebens verbunden wäre.An dieser Stelle wird auch deutlich, dass sich die zahlreichen Niederlassungen keineswegs generell im Eigentum der Kongregation befinden, im Gegenteil. Sonst wäre auch die rasche Ausbreitung kaum möglich. Die Schwestern werden meist dort, wohin sie gerufen werden, mit der Bereitstellung geeigneter Räume unterstützt: Ihre Opferbereitschaft weckt die Hilfe anderer, die sich auf ihre soziale Verantwortung besinnen!