Der Kreuz-Anhänger hat eine tiefe symbolische Bedeutung:
Unser, mein Lebensbaum, wurzelt im Kreuz, aus dem durch Christi Erlösungstat neues Leben entspringt.
Das Samenkorn ist ein Symbol für Mutter Maria Katharina, die aus der Kraft des Kreuzes die Gemeinschaft ins Leben gerufen hat und sich getragen wusste von seiner – Christi – Liebe.
So wächst im Vertrauen auf diese Kraft der Baum als Sinnbild unserer Kongregation und meines persönlichen Lebens.
Die Blätter weisen hinaus in die Welt und stehen stellvertretend für viele Länder unserer Erde, in denen ADJC für Gottes Reich wirken.
Nur in Verbindung mit dem Kreuz Jesu wird dieser Baum weiterleben.
Tod und Auferstehung in der Offenheit, in dem Hindurchsehen, machen Zukunft möglich. Das Kreuz vor der offenen „Tür“.
Zeichen für Durchgang und Neuwerden, Sicheinlassen auf Unbekanntes, vielleicht Dunkles, um daraus wieder ins Licht zu treten.
Gleichzeitig aber ist diese Offenheit Einladung: Ich lasse den Mitmenschen ein und gebe ihm teil an meinem Leben, oder aber ich komme ihm entgegen nach draußen und wirke so Begegnung.
Ursprung, Halt und Stütze aus dem Kreuz, das im Vordergrund steht – so gelingt unser Leben.
(Sr. Roswitha Ruh, Künstlerin dieses Kreuz-Zeichens)
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Anfänge in Deutschland

An dieser Stelle entsteht 1854 in Camberg die erste Filiale

Je größer die Not, desto machtloser ist der einzelne. Aber wenn gute Kräfte sich verbinden – dann ist wirksamere Hilfe möglich. Spontane Hilfe allein kann andauernde Probleme nicht beseitigen. Sobald mehrere Tatkräftige sich aber zusammentun, muss das Zusammenwirken organisiert und strukturiert werden.

Der tapfere Einsatz der Schwestern in Dernbach lässt immer mehr Menschen aufmerksam werden. Sie kommen vorbei oder schreiben von überall her. Sie bitten um Unterstützung: „Bitte, schicken Sie uns Schwestern!“

Wie reagiert ein Mensch, der ein gutes Herz hat? Er befindet sich in der Zwickmühle: „Kann ich es verantworten, Schwestern hier und dort abzuziehen, um eine weitere Niederlassung zu eröffnen?“ Maria Katharina Kasper, die Oberin, kann auf solche bohrenden Fragen nur im Gebet Antwort finden. Und sie riskiert manches – nach eingehender Prüfung des Anliegens vor Gott.