Der Kreuz-Anhänger hat eine tiefe symbolische Bedeutung:
Unser, mein Lebensbaum, wurzelt im Kreuz, aus dem durch Christi Erlösungstat neues Leben entspringt.
Das Samenkorn ist ein Symbol für Mutter Maria Katharina, die aus der Kraft des Kreuzes die Gemeinschaft ins Leben gerufen hat und sich getragen wusste von seiner – Christi – Liebe.
So wächst im Vertrauen auf diese Kraft der Baum als Sinnbild unserer Kongregation und meines persönlichen Lebens.
Die Blätter weisen hinaus in die Welt und stehen stellvertretend für viele Länder unserer Erde, in denen ADJC für Gottes Reich wirken.
Nur in Verbindung mit dem Kreuz Jesu wird dieser Baum weiterleben.
Tod und Auferstehung in der Offenheit, in dem Hindurchsehen, machen Zukunft möglich. Das Kreuz vor der offenen „Tür“.
Zeichen für Durchgang und Neuwerden, Sicheinlassen auf Unbekanntes, vielleicht Dunkles, um daraus wieder ins Licht zu treten.
Gleichzeitig aber ist diese Offenheit Einladung: Ich lasse den Mitmenschen ein und gebe ihm teil an meinem Leben, oder aber ich komme ihm entgegen nach draußen und wirke so Begegnung.
Ursprung, Halt und Stütze aus dem Kreuz, das im Vordergrund steht – so gelingt unser Leben.
(Sr. Roswitha Ruh, Künstlerin dieses Kreuz-Zeichens)
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Entstehung,

Fotos: Sr.Benedicta Köth, ADJC

"KOMM HERÜBER!"

Spontane Hilfe für den Nächsten, also nicht zuerst für anonyme „Fernste“, das bricht aus Katharina Kasper immer wieder hervor. Sie kann nicht mit ansehen, wie ein Mensch leidet. Aber, auf die Idee, eine Organisation zu gründen, kommt sie über viele Jahre nicht.

Warum auch? Organisation – dabei denkt man leicht an Bürokratie, starre und anonyme Verwaltung. Das passt nicht zu Katharina.

Es ist ihr Herz, das ihr Handeln bewegt, keine kühle Aufgabenerfüllung. Geld will sie nicht sehen, und Machtbewusstsein ist ein Fremdwort für sie. Ist sie damit überhaupt als „Führungskraft“ brauchbar? Einen „Managertyp“ stellt sie ja gewiss nicht dar. Also, wie soll das nur mit den „Armen Dienstmägden“ weitergehen? Die klösterliche Gemeinschaft hat sich in all den Jahren praktischen Handelns entwickelt. Und so wächst auch Katharina in ihre Aufgaben hinein. Sie hat das Vertrauen der Schwestern. Sie besitzt eine gute Menschenkenntnis. Und keiner sollte solche Einflüsse unterschätzen, die üblicherweise als „Vorsehung Gottes“ bezeichnet werden. Das Wirken des Geistes Gottes mag das größte und – neben der dienenden Liebe der Schwestern – einzige „Kapital“ der Gemeinschaft sein, deren Reichtum aus Armut und Einfachheit besteht.

Verflixte Welt, nicht wahr? „Reich Gottes“ nennt Jesus Christus diese Welt, in der fünf Brote und zwei Fische ausreichen, um Fünftausend zu sättigen. Oft ist es ein ganz kleines Anfangskapital, das Menschen Gott zur Verfügung stellen können. Aber dazu müssen sie erst bereit sein. Ist das nicht der „springende Punkt“: Verfügbarkeit? Worauf lassen sich diese Frauen nur ein, die allgemein anerkannte Lebensbahnen verlassen und äußere Sicherheiten aufgeben? Ja, wenn es wahr ist, was Jesus gesagt hat, dann haben diese Frauen recht: „Verkaufe alles, was du hast, verteile das Geld an die Armen, und du wirst einen bleibenden Schatz im Himmel haben: dann komm und folge mir nach!“ Solch ein Mensch ist wirklich verfügbar für Gott, im mitzuhelfen, diese Welt zu retten, er ist frei, um einzuspringen.