Der Kreuz-Anhänger hat eine tiefe symbolische Bedeutung:
Unser, mein Lebensbaum, wurzelt im Kreuz, aus dem durch Christi Erlösungstat neues Leben entspringt.
Das Samenkorn ist ein Symbol für Mutter Maria Katharina, die aus der Kraft des Kreuzes die Gemeinschaft ins Leben gerufen hat und sich getragen wusste von seiner – Christi – Liebe.
So wächst im Vertrauen auf diese Kraft der Baum als Sinnbild unserer Kongregation und meines persönlichen Lebens.
Die Blätter weisen hinaus in die Welt und stehen stellvertretend für viele Länder unserer Erde, in denen ADJC für Gottes Reich wirken.
Nur in Verbindung mit dem Kreuz Jesu wird dieser Baum weiterleben.
Tod und Auferstehung in der Offenheit, in dem Hindurchsehen, machen Zukunft möglich. Das Kreuz vor der offenen „Tür“.
Zeichen für Durchgang und Neuwerden, Sicheinlassen auf Unbekanntes, vielleicht Dunkles, um daraus wieder ins Licht zu treten.
Gleichzeitig aber ist diese Offenheit Einladung: Ich lasse den Mitmenschen ein und gebe ihm teil an meinem Leben, oder aber ich komme ihm entgegen nach draußen und wirke so Begegnung.
Ursprung, Halt und Stütze aus dem Kreuz, das im Vordergrund steht – so gelingt unser Leben.
(Sr. Roswitha Ruh, Künstlerin dieses Kreuz-Zeichens)
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DER HEILBORN

Der Heilborn-Seitenansicht, (Foto: Sr. Benedicta Köth)

Die Kapelle am Heilborn ist die jüngste der drei alten Dernbacher Kapellen.

1646 bzw. 1616 - aus dieser Zeit stammt das 'Burgbuch'; darin ist uns die älteste Nachricht vom Heilborn überliefert. Es wird ein Stück Land genannt beym heiligen born. Möglich ist, dass zuerst die Quelle gemeint war und die Kapelle überhaupt noch nicht bestand. Später hieß es "der heilige Born" und seit 1714 oder Heilborn.

Eine schriftliche Aufzeichnung, die sich in der ehemaligen Laurentiuskapelle befand, jetzt bei dem Schmiedemeister Matthias Siry ist, besagt, dass die Kapelle aus dem Jahr 1692 stammt (nach Domarus). Dieser M. Siry hinterließ ein Tagebuch vom 8. und 25.3.1896, das sein Sohn Joh. Alois weiterführen sollte. M. Siry starb 1898. Nach seinen Aufzeichnungen war die Erbauerin der Kapelle am Heilborn die Witwe von Dietmar Hoffen von der Dernbacher Burg, vielleicht ein kurfürstlicher Verwalter oder Pächter. Es war also eine Stiftung von dorther und nicht vom Kurfürsten oder vom Erzstift Trier.

1692 also wurde die Kapelle erbaut. Sie war so klein, dass nur der Priester, der Messdiener und ein paar Gläubige Platz darin hatten; für die übrigen war eine Schutzhalle auf vier Pfosten mit einem kleinen Glockenturm hergerichtet. ( 1766 Anschaffung einer Glocke). Diese Glocke war von 1808 -1847 verschwunden, sie kam 1848 zurück und befindet sich bis heute im Glockenturm.

1714 -1796 wurden an jedem Freitag, an hohen Feiertagen und bei sonstigen Anlässen dort von den Franziskanern aus Montabaur die Messe gelesen. Die Gottesdienste wurden dort nicht nur unter den katholischen Hilchen von Lorch, sondern auch unter den Protestanten von Erffa abgehalten, das war so bis 1793.

Im französischen Revolutionskrieg soll die Kapelle zerstört worden sein. 1813 war die Kapelle wahrscheinlich wieder hergestellt, denn bei ihr befand sich ein Häuschen, das der Pächter des Burghofes vermietete.

Die Bewohner des Häuschens, seit 1813 drei Personen, hatten die Kapelle zu reinigen und zu bewachen. Es war eine Familie Lieser, die heute noch im Ort "Heilborns" heißen. 1833 wurde das Hauschen am Heilborn abgerissen.

Der Heilborn, Vorderansicht (Foto: Sr. Benedicta Köth)

1848 wurde die Kapelle neu hergerichtet und durch Pfarrer Klau eingeweiht. 1875 wurde ein gotischer Chorraum angebaut. Oft besuchte der Bischof P. J. Blum das kleine Gotteshaus.

Geh zu Maria, arme Seele,
zu jeder Stund, an jedem Tag
Und sag und klag ihr, was dir fehle,
was immer dich bedrücken mag.
Geh zu Maria hier vor allem,
wo Wunderglanz ihr Bild verklärt;
fürwahr, der Himmel müsste fallen,
gingst du von dannen unerhört.

Dernbach, den 25 März 1896
Matthias Siry (Tagebuch)

Quelle: Geschichte von Dernbach v. Dr. M. Domarus, 1926; Der Heilborn, v. Matth. Siry, Dernbach 1896.