Schmerzhafte Mutter
Im Kreuzgang finden wir einen holzgeschnitzten Kreuzweg und eine Pieta, vor der immer eine Kerze brennt in den Anliegen aller Kranken und Sterbenden.
In der Fastenzeit steht die Pieta an der Stelle der Madonna, links neben dem Chorraum.
Schmerzhafte Mutter
Maria mit dem toten Sohn auf dem Schoß verkörpert eine besondere Situation unseres leidvollen irdischen Daseins: dabei sein müssen, etwas annehmen müssen, das man absolut nicht verstehen kann. So wie uns die Bibel Maria zeigt, hat auch sie nichts oder wenig verstanden von ihrem Sohn , aber sie ist geblieben. Dageblieben, bis ihr Schoß ihren Sohn noch einmal empfängt: tot, unverstanden, gescheitert!
Wenn man die Herrlichkeit des Gottes erfahren will, muss man es riskieren, glaubend - nicht schauend - oft und oft, lange mit einem unverstandenen, anscheinend toten Gott zu leben. Die stärkste Hilfe in solcher Situation ist das Wissen um einen Menschen, der in gleicher Situation lebt und sie durchsteht. Die Steh- und Durchsetzungskraft dieses Menschen, mit dem ich mich identifizieren kann, wird meine Durchstehkraft; sein Bestand gibt mir Bestand. Ich kann den Beistand der Schmerzensmutter erfahren, wenn ich ihr Bild aufsuche, mich zu ihr stelle oder ihr Bild zu mir stelle. (Elmar Grube)
Gebet
Hilf, Maria, es ist Zeit, hilf, Mutter, der Barmherzigkeit! Du bist mächtig, uns aus Nöten und Gefahren zu erretten; denn wo Menschenhilf` gebricht, mangelt doch die deine nicht. Nein, du kannst das heiße Flehen deiner Kinder nicht verschmähen. Zeige, dass du die Mutter bist, wo die Not am Größten ist. Hilf Maria, es ist Zeit. Hilf Mutter der Barmherzigkeit.





