Der Kreuz-Anhänger hat eine tiefe symbolische Bedeutung:
Unser, mein Lebensbaum, wurzelt im Kreuz, aus dem durch Christi Erlösungstat neues Leben entspringt.
Das Samenkorn ist ein Symbol für Mutter Maria Katharina, die aus der Kraft des Kreuzes die Gemeinschaft ins Leben gerufen hat und sich getragen wusste von seiner – Christi – Liebe.
So wächst im Vertrauen auf diese Kraft der Baum als Sinnbild unserer Kongregation und meines persönlichen Lebens.
Die Blätter weisen hinaus in die Welt und stehen stellvertretend für viele Länder unserer Erde, in denen ADJC für Gottes Reich wirken.
Nur in Verbindung mit dem Kreuz Jesu wird dieser Baum weiterleben.
Tod und Auferstehung in der Offenheit, in dem Hindurchsehen, machen Zukunft möglich. Das Kreuz vor der offenen „Tür“.
Zeichen für Durchgang und Neuwerden, Sicheinlassen auf Unbekanntes, vielleicht Dunkles, um daraus wieder ins Licht zu treten.
Gleichzeitig aber ist diese Offenheit Einladung: Ich lasse den Mitmenschen ein und gebe ihm teil an meinem Leben, oder aber ich komme ihm entgegen nach draußen und wirke so Begegnung.
Ursprung, Halt und Stütze aus dem Kreuz, das im Vordergrund steht – so gelingt unser Leben.
(Sr. Roswitha Ruh, Künstlerin dieses Kreuz-Zeichens)
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Schmerzhafte Mutter

Im Kreuzgang finden wir einen holzgeschnitzten Kreuzweg und eine Pieta, vor der immer eine Kerze brennt in den Anliegen aller Kranken und Sterbenden.
In der Fastenzeit steht die Pieta an der Stelle der Madonna, links neben dem Chorraum.

Schmerzhafte Mutter
Maria mit dem toten Sohn auf dem Schoß verkörpert eine besondere Situation unseres leidvollen irdischen Daseins: dabei sein müssen, etwas annehmen müssen, das man absolut nicht verstehen kann. So wie uns die Bibel Maria zeigt, hat auch sie nichts oder wenig verstanden von ihrem Sohn , aber sie ist geblieben. Dageblieben, bis ihr Schoß ihren Sohn noch einmal empfängt: tot, unverstanden, gescheitert!

Wenn man die Herrlichkeit des Gottes erfahren will, muss man es riskieren, glaubend - nicht schauend - oft und oft, lange mit einem unverstandenen, anscheinend toten Gott zu leben. Die stärkste Hilfe in solcher Situation ist das Wissen um einen Menschen, der in gleicher Situation lebt und sie durchsteht. Die Steh- und Durchsetzungskraft dieses Menschen, mit dem ich mich identifizieren kann, wird meine Durchstehkraft; sein Bestand gibt mir Bestand. Ich kann den Beistand der Schmerzensmutter erfahren, wenn ich ihr Bild aufsuche, mich zu ihr stelle oder ihr Bild zu mir stelle. (Elmar Grube)

Gebet
Hilf, Maria, es ist Zeit, hilf, Mutter, der Barmherzigkeit! Du bist mächtig, uns aus Nöten und Gefahren zu erretten; denn wo Menschenhilf` gebricht, mangelt doch die deine nicht. Nein, du kannst das heiße Flehen deiner Kinder nicht verschmähen. Zeige, dass du die Mutter bist, wo die Not am Größten ist. Hilf Maria, es ist Zeit. Hilf Mutter der Barmherzigkeit.