Der Kreuz-Anhänger hat eine tiefe symbolische Bedeutung:
Unser, mein Lebensbaum, wurzelt im Kreuz, aus dem durch Christi Erlösungstat neues Leben entspringt.
Das Samenkorn ist ein Symbol für Mutter Maria Katharina, die aus der Kraft des Kreuzes die Gemeinschaft ins Leben gerufen hat und sich getragen wusste von seiner – Christi – Liebe.
So wächst im Vertrauen auf diese Kraft der Baum als Sinnbild unserer Kongregation und meines persönlichen Lebens.
Die Blätter weisen hinaus in die Welt und stehen stellvertretend für viele Länder unserer Erde, in denen ADJC für Gottes Reich wirken.
Nur in Verbindung mit dem Kreuz Jesu wird dieser Baum weiterleben.
Tod und Auferstehung in der Offenheit, in dem Hindurchsehen, machen Zukunft möglich. Das Kreuz vor der offenen „Tür“.
Zeichen für Durchgang und Neuwerden, Sicheinlassen auf Unbekanntes, vielleicht Dunkles, um daraus wieder ins Licht zu treten.
Gleichzeitig aber ist diese Offenheit Einladung: Ich lasse den Mitmenschen ein und gebe ihm teil an meinem Leben, oder aber ich komme ihm entgegen nach draußen und wirke so Begegnung.
Ursprung, Halt und Stütze aus dem Kreuz, das im Vordergrund steht – so gelingt unser Leben.
(Sr. Roswitha Ruh, Künstlerin dieses Kreuz-Zeichens)
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Der rechte Flügel

Der aufgeklappte rechte Flügel zeigt in zentraler Stellung den heiligen Jakobus d.Ä. stehend. Er ist gekennzeichnet durch den Heiligenschein und den Pilgerstab in seiner rechten Hand. Bestätigend, fast ermunternd ruht seine Linke auf dem Rücken einer vor ihm knienden Person. Sie stellt den geistlichen Rat Johann Jakob Wittayer (1819-1881) dar, welcher schon seit langem Superior der Dernbacher Schwestern war, und dessen Namenspatron er ist. Beider Blick richtet sich auf das Geschehen der zentralen Tafel. Seiner Stellung entsprechend, ist der Heilige leicht vergrößert zu Wittayer dargestellt, welcher gleichgroß abgebildet ist wie die Schwestern.

Während Jakobs Blick eher auf den versammelten Schwestern ruht, gilt Wittayers Blick vornehmlich Maria.

Das Plateau, auf dem beide abgebildet sind, steht nicht im natürlichen Bezug zur dahinter liegenden Landschaft. Der Hintergrund des Bildes stellt eine fiktive, leicht hügelige Landschaft dar. Einen konkreteren Anhalt bietet die Begrenzung der Landschaft mit einer Darstellung des ehemaligen Jagdschlosses der Erzbischöfe von Trier in Montabaur im rechten Hintergrund. Die linke Begrenzung der Landschaft bildet eine Abbildung der Pfarrkirche von Wirges vor ihrem Umbau im Jahre 1884.

Die Darstellung der Personen und Orte zeugt von einem Bewusstsein der Herkunft, wie es stärker nicht hätte sein können. Dieses Herkunftsbewusstsein, eigentlich ein adliges Privileg, zeugte von einem Adel der Tat, welche mit Gottes Hilfe aus kleinstem Anfange Großes hatte entstehen lassen.