Der linke Flügel
Der aufgeklappte linke Flügel zeigt in zentraler Position den heiligen Petrus stehend. Er ist identifizierbar durch seinen Nimbus und den für ihn typischen Schlüssel, welchen er in der linken Hand hält. Petrus ist in Übergröße zum Bischof dargestellt. Diese optische Übermacht unterstreicht Petri Wichtigkeit. Er ist der Namenspatron des vor ihm knienden Bischofs Peter Josef Blum (1842 - 1884 Bischof von Limburg). Über ihn hält er schützend und segnend seine rechte Hand. Bischof Blum ist im Profil dargestellt. Als Insignien seiner Würde trägt er die Bischofsmitra und am Ringfinger der rechten Hand den bischöflichen Ring. Petri Blick gilt den versammelten Schwestern, während des Bischofs Blick eher auf Maria ruht.
Seine quasi fürbittende Haltung ist verstärkt durch die Haltung seiner Hände, welche in einem Doppelcharakter - bittend und segnend - dargestellt sind. Damit wird die Bedeutung des Bischofs für die junge Kongregation hervorgehoben. Unter ihm war die Kongregation entstanden, ihm wollte die Gemeinschaft danken, da er, wie die Chronistin betont, so vieles für das Aufblühen und Gedeihen der Genossenschaft getan hatte.
Das Plateau, auf dem beide abgebildet sind, steht nicht im natürlichen Bezug zur dahinter liegenden Landschaft. Sie ist nur schemenhaft modelliert und zeigt eine fiktive Hügelkette. Über der rechten Schulter des hl. Petrus ist der Limburger Dom dargestellt. Seine rückwärtige Ansicht bildet wieder den Bezug zur geographischen Realität. Der doppelte Realitätsbezug auf Limburg (Bischof/Dom) umrahmt den heiligen Petrus und verdeutlicht die Wirkmächtigkeit des Heiligen in bezug auf die Bischofsstadt und auf das Kloster in Dernbach.




