Der Kreuz-Anhänger hat eine tiefe symbolische Bedeutung:
Unser, mein Lebensbaum, wurzelt im Kreuz, aus dem durch Christi Erlösungstat neues Leben entspringt.
Das Samenkorn ist ein Symbol für Mutter Maria Katharina, die aus der Kraft des Kreuzes die Gemeinschaft ins Leben gerufen hat und sich getragen wusste von seiner – Christi – Liebe.
So wächst im Vertrauen auf diese Kraft der Baum als Sinnbild unserer Kongregation und meines persönlichen Lebens.
Die Blätter weisen hinaus in die Welt und stehen stellvertretend für viele Länder unserer Erde, in denen ADJC für Gottes Reich wirken.
Nur in Verbindung mit dem Kreuz Jesu wird dieser Baum weiterleben.
Tod und Auferstehung in der Offenheit, in dem Hindurchsehen, machen Zukunft möglich. Das Kreuz vor der offenen „Tür“.
Zeichen für Durchgang und Neuwerden, Sicheinlassen auf Unbekanntes, vielleicht Dunkles, um daraus wieder ins Licht zu treten.
Gleichzeitig aber ist diese Offenheit Einladung: Ich lasse den Mitmenschen ein und gebe ihm teil an meinem Leben, oder aber ich komme ihm entgegen nach draußen und wirke so Begegnung.
Ursprung, Halt und Stütze aus dem Kreuz, das im Vordergrund steht – so gelingt unser Leben.
(Sr. Roswitha Ruh, Künstlerin dieses Kreuz-Zeichens)
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Der linke Flügel

Der aufgeklappte linke Flügel zeigt in zentraler Position den heiligen Petrus stehend. Er ist identifizierbar durch seinen Nimbus und den für ihn typischen Schlüssel, welchen er in der linken Hand hält. Petrus ist in Übergröße zum Bischof dargestellt. Diese optische Übermacht unterstreicht Petri Wichtigkeit. Er ist der Namenspatron des vor ihm knienden Bischofs Peter Josef Blum (1842 - 1884 Bischof von Limburg). Über ihn hält er schützend und segnend seine rechte Hand. Bischof Blum ist im Profil dargestellt. Als Insignien seiner Würde trägt er die Bischofsmitra und am Ringfinger der rechten Hand den bischöflichen Ring. Petri Blick gilt den versammelten Schwestern, während des Bischofs Blick eher auf Maria ruht.

Seine quasi fürbittende Haltung ist verstärkt durch die Haltung seiner Hände, welche in einem Doppelcharakter - bittend und segnend - dargestellt sind. Damit wird die Bedeutung des Bischofs für die junge Kongregation hervorgehoben. Unter ihm war die Kongregation entstanden, ihm wollte die Gemeinschaft danken, da er, wie die Chronistin betont, so vieles für das Aufblühen und Gedeihen der Genossenschaft getan hatte.

Das Plateau, auf dem beide abgebildet sind, steht nicht im natürlichen Bezug zur dahinter liegenden Landschaft. Sie ist nur schemenhaft modelliert und zeigt eine fiktive Hügelkette. Über der rechten Schulter des hl. Petrus ist der Limburger Dom dargestellt. Seine rückwärtige Ansicht bildet wieder den Bezug zur geographischen Realität. Der doppelte Realitätsbezug auf Limburg (Bischof/Dom) umrahmt den heiligen Petrus und verdeutlicht die Wirkmächtigkeit des Heiligen in bezug auf die Bischofsstadt und auf das Kloster in Dernbach.