Der Kreuz-Anhänger hat eine tiefe symbolische Bedeutung:
Unser, mein Lebensbaum, wurzelt im Kreuz, aus dem durch Christi Erlösungstat neues Leben entspringt.
Das Samenkorn ist ein Symbol für Mutter Maria Katharina, die aus der Kraft des Kreuzes die Gemeinschaft ins Leben gerufen hat und sich getragen wusste von seiner – Christi – Liebe.
So wächst im Vertrauen auf diese Kraft der Baum als Sinnbild unserer Kongregation und meines persönlichen Lebens.
Die Blätter weisen hinaus in die Welt und stehen stellvertretend für viele Länder unserer Erde, in denen ADJC für Gottes Reich wirken.
Nur in Verbindung mit dem Kreuz Jesu wird dieser Baum weiterleben.
Tod und Auferstehung in der Offenheit, in dem Hindurchsehen, machen Zukunft möglich. Das Kreuz vor der offenen „Tür“.
Zeichen für Durchgang und Neuwerden, Sicheinlassen auf Unbekanntes, vielleicht Dunkles, um daraus wieder ins Licht zu treten.
Gleichzeitig aber ist diese Offenheit Einladung: Ich lasse den Mitmenschen ein und gebe ihm teil an meinem Leben, oder aber ich komme ihm entgegen nach draußen und wirke so Begegnung.
Ursprung, Halt und Stütze aus dem Kreuz, das im Vordergrund steht – so gelingt unser Leben.
(Sr. Roswitha Ruh, Künstlerin dieses Kreuz-Zeichens)
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ADJC
Definition:Arme Dienstmägde Jesu Christi

Die Armen Dienstmägde Jesu Christi (Ancillae Domini Jesu Christi, Sigel ADJC; auch: Dernbacher Schwestern) sind eine katholische Ordensgemeinschaft, die 1851 durch Maria Katharina Kasper in Dernbach (Westerwald) im Bistum Limburg gegründet wurde.  Das Mutterhaus, Kloster Maria Hilf, befindet sich in Dernbach.

Berufung
Definition:Unter Berufung im religiös-spirituellen Sinn wird das Vernehmen/Verspüren einer inneren 'Stimme' verstanden....

... eine innere Wahrnehmung, die einen zu einer bestimmten Lebensaufgabe drängt. Im christlichen Sinne bedeutet das: Jesus Christus beruft einen Menschen in seine Nachfolge. Berufung ist ein Angebot Gottes, eine Einladung, auf die der Mensch Antwort geben kann. Heute wird im Allgemeinen Berufung als Dreischritt aufgefasst: - Berufung zum "Mensch-Sein" ( im Sinne des Wortes: Machs wie Gott, werde Mensch) - Berufung zum "Christ-Sein", zur Christusnachfolge. - Berufung zum "Jünger-Sein", zur Christusnachfolge! Im Ordensleben heißt das: Sich einbinden lassen in eine Gemeinschaft, die das Evangelium in einer bestimmten Spiritualität zu leben versucht.

Charisma
Definition:Der Ausdruck "Charisma" kommt aus dem Griechischen und bedeutet "Gnadengabe"...

...aus Wohlwollen gespendete Gabe und bezeichnet in der jüdisch-christlichen Tradition die von Gott dem Menschen geschenkten Gaben und Begabungen, Güter und Fähigkeiten. Im Neuen Testament meint Charisma die Gaben der Heiligen Geistes an die Christen. Dazu zählen Weisheit, Erkenntnis, Glaube, Prophetie, Krankenheilungen, Wundertaten, Geisterunterscheidung. Unter besonderer Betonung des Charismas, das einem bestimmten Menschen geschenkt wurde, entstanden in der Neuzeit neue geistliche (Ordens-) Gemeinschaften und Aufbruchsbewegungen. So drückt der Name "Arme Dienstmägde Jesu Christi" das Charisma aus, das Katharina Kasper für die Gründung ihrer Gemeinschaft geschenkt wurde.

Gelübde
Definition:Ein Gelübde ist ein überlegtes und freies, Gott dargebrachtes verbindliches Versprechen.

Man unterscheitdet öffentliche und rein private Gelübde. Öffentliche Gelübde werden im Namen der Kirche entgegengenommen; Ordensleute legen ihre Gelübde in der Profess ab. Das Leben in den Gelübden ist grundgelegt in der Taufe. Es ist in besonderer Weise Antwort auf die Berufung durch Jesus Christus, bei ihm zu sein und sich senden zu lassen. Die Gelübde beziehen sich auf die sogenannten "Evangelischen Räte": ehelose Keuschheit, Armut und Gehorsam.

Generaloberin
Sie übt die höchste Leitungsgewalt aus und trägt die letzte Verantwortung für die Kongregation.

Sie sieht ihre oberste Aufgabe darin, die Spiritualität der Armen Dienstmägde Jesu Christi in allen Mitgliedern zu fördern. Sie wird für jeweils 6 Jahre in einem demokratischen Wahlverfahren gewählt. Der Sitz der Generaloberin ist das Mutterhaus in Dernbach. 

Kongregation
Definition:Dieser Begriff wird vor allem im kirchlichen Bereich verwendet.

Im allgemeinen Sinn versteht man unter einer Kongregation  einen Zusammenschluss oder eine Vereinigung von Menschen oder Organisationen zur Verfolgung bestimmter (meist religiöser) Ziele. Etwas seit dem 17. Jahrhundert meint man mit Kongregation eine Ordensgemeinschaft neutzeitlicher oder modernen Ursprungs (im Gegensatz zu den "alten" Orden im engeren Sinn).

Konvent
Definition:Von lat.: conventus = Zusammenkunft. Konvent oder Kommunität ist die Lebensgemeinschaft einer Schwesterngruppe.

"Alle Schwestern eines Konventes tragen miteinander Verantwortung für das Kommunikationsleben und seine Entfaltung. Sie nehmen teil an Überlegungen und Beratungen in Fragen, die den Konvent angehen. Die Konventsoberin trifft die letzte Entscheidung. Sie ist die offizielle Vertreterin der Kommunität. Sie hat Aufgaben der Leitung und des Dienstes. Sie bemüht sich, Einheit und Vertrauen im Konvent zu fördern." (Konstitutionen)

Kulturkampf
Definition:Der Kulturkampf war eine Auseinandersetzung zwischen der katholischen Kirche unter Papst Pius IX. und dem Königreich Preußen bzw. dem kaiserlichen Deutschen Reich unter Reichskanzler Otto von Bismarck zwischen 1871 und 1878/1887.

Dabei ging es sachlich um liberale Politik wie z.B. die Einführung der Zivilehe, politisch um die Macht der organisierten katholischen Minderheit in Deutschland. Bismarck handelte mit scharfen Mitteln gegen die katholische Geistlichkeit, womit er schließlich auch Kritik von Protestanten und Liberalen erhielt. Gegen 1878 kam es wieder zu einer Annäherung zwischen Staat und katholischer Kirche.

Noviziat
Definition:Das Noviziat (von lat. noviter) bezeichnet die Zeit der Ausbildung einer jungen Fau, die in die Gemeinschaft eintreten möchte....

In dieser Zeit wird die Novizin durch den Orden geprüft, ob sie dazu berufen ist, die Ordensgelübde zu halten und die Fähigkeit und Neigung hat, im Orden und der konkreten Gemeinschaft - d.h. auch nach dem Charisma der Gründerin - zu leben. Desgleichen ist die Novizin dazu aufgerufen, sich selbst zu prüfen und den Orden möglichst gut kennenzulernen, um eine vor Gott, vor dem eigenen Gewissen und vor den Oberen verantwortete Entscheidung für - oder gegen - die Profess zu treffen.

Ordensausbildung
Definition:Das Ordensleben ist eine unter verschiedenen anderen Lebensformen. Der Mensch ist von Gott....

Der Mensch ist von Gott in eine bestimmte Lebensform gerufen. Wir nennen das die Schöpfungsidee, die Gott mit dem Menschen hat. Diese Schöpfungs-Idee zu erkennen, ihr näher zu kommen, für sich einzuholen und in seinem Leben wirksam werden zu lassen ist Gabe und Aufgabe des Menschen. Da aber alles menschliche Denken und Handeln fehlerhaft sein kann, da der Mensch sich auch selbst "etwas vormachen" kann, bedarf es der Überprüfung, ob die entsprechende Kandidatin wirklich zum Leben in einer Ordensgemeinschaft berufen ist. Hinzu kommt, dass Ordensleben sich in bestimmten Regeln vollzieht; außerdem hat jede Gemeinschaft noch ihre eigenen Regeln (Konstitutionen). Ziel der Ordensausbildung ist es zu überprüfen, ob die Fau wirklich in diese Gemeinschaft berufen ist. Zu diesem Zweck sind beide Seiten gefordert: die Fau und die Verantwortlichen in der Ordensgemeinschaft.

Postulat
Definition:Das Postulat bezeichnet einen mehrmonatigen Zeitraum, in dem die Postulantin das Leben in der Gemeinschaft kennenlernen kann...

...und in dem ihre Berufung zum Ordensleben geprüft wird. D.h. die Kongregation und die Postulantin überprüfen, ob sich die Frau mit der Spiritualität, dem Auftrag und dem Dienst in der Kongregation identifizieren kann. Das Postulat kann bis zu zwei Jahre dauern. Nach dem Postulat folgt das Noviziat.

Profess
Definition:von lat. professio ...= Bekenntnis, ist das öffentliche Versprechen in einer christlichen Ordensgemeinschaft...

nach den Grundprinzipien des Evangeliums, den Evangelischen Räten der Armut, der ehelosen Keuschheit und des Gehorsams, und unter einem Oberen.
Die Profess, in der man sich dauerhaft an die Ordensgemeinschaft bindet ( bei uns zunächst für drei bzw. fünf Jahre), erfolgt nach einer mindestens dreijährigen Vorbereitungszeit.

Provinz
Definition:Sie ist eine klar umgrenzte Einheit der Kongregation.

Sie ist selbständig, hält aber enge Verbindung zur Generalleitung.

Provinzoberin
Definition:Sie leitet die deutsche Provinz und ist die offizielle Vertreterin der Provinz.

Sie übt mit der Unterstützung ihrer Ratschwestern die ordentliche Leitungsgewalt aus. Sie sieht ihr Amt als Dienst an den Schwestern und als Stütze in deren Apostolat." (Konstitutionen) Sie wird für jeweils sechs Jahre in einem demokratischen Wahlverfahren gewählt. Der Sitz der deutschen Provinzoberin ist das Mutterhaus in Dernbach. 

Seligsprechungsprozess
Die sogenannte Seligsprechung ist eine Vorstufe der von der katholischen Kirche vorzunehmende Heiligsprechung.

Durch diesen Akt erklärt die Kirche, dass die betreffende Person in vorbildlicher Weise nach dem Evangelium gelebt und daher zur Anschauung Gottes gelangt ist. In Folge dieser Erklärung darf die/der Seliggesprochene öffentlich verehrt werden, darf öffentlich um ihre/seine Fürsprache bei Gott angerufen werden. Die Seligsprechung unserer Gründerin, Katharina Kasper war für die Schwestern der Gemeinschaft von großer Bedeutung. Die Spiritualität Katharina Kaspers wirkt deutlich identifikationsstiften, erlebte doch die Gemeinschaft erstmals ihre Internationalität. Viele Schwestern reisten aus allen Teilen der Welt, Deutschland, USA, Niederlande, England, Indien zur Feier der Seligsprechung nach Rom. Seit diesem Ereignis pflegt die Gemeinschaft die Internationalität durch regelmäßige Begegnungen. Ebenso erweiterte sich ständig der Kreis derer, die sich am Vorbild der bisher einzigen Seligen des Westerwaldes orientieren wollen.

Spiritualität
Definition:Bei der Spiritualität (von lat. spiritus = Geist) ..geht es um den Geist, der bewegt, treibt, führt, lenkt.

Christliche Spiritualität gründet im Evangelium. In Christlicher Spiritualität versucht der Mensch sich ganz vom Heiligen Geist leiten zu lassen, der zur Grundmelodie des Lebens werden möchte. Im Mittelpunkt steht die persönliche Beziehung zu Jesus Christus. Die Spiritualität der ADJC = Armen Dienstmägde Jesu Christi ist geprägt durch das Charisma, das Gott der Gründerin Katharina Kasper schenkte.