Der Kreuz-Anhänger hat eine tiefe symbolische Bedeutung:
Unser, mein Lebensbaum, wurzelt im Kreuz, aus dem durch Christi Erlösungstat neues Leben entspringt.
Das Samenkorn ist ein Symbol für Mutter Maria Katharina, die aus der Kraft des Kreuzes die Gemeinschaft ins Leben gerufen hat und sich getragen wusste von seiner – Christi – Liebe.
So wächst im Vertrauen auf diese Kraft der Baum als Sinnbild unserer Kongregation und meines persönlichen Lebens.
Die Blätter weisen hinaus in die Welt und stehen stellvertretend für viele Länder unserer Erde, in denen ADJC für Gottes Reich wirken.
Nur in Verbindung mit dem Kreuz Jesu wird dieser Baum weiterleben.
Tod und Auferstehung in der Offenheit, in dem Hindurchsehen, machen Zukunft möglich. Das Kreuz vor der offenen „Tür“.
Zeichen für Durchgang und Neuwerden, Sicheinlassen auf Unbekanntes, vielleicht Dunkles, um daraus wieder ins Licht zu treten.
Gleichzeitig aber ist diese Offenheit Einladung: Ich lasse den Mitmenschen ein und gebe ihm teil an meinem Leben, oder aber ich komme ihm entgegen nach draußen und wirke so Begegnung.
Ursprung, Halt und Stütze aus dem Kreuz, das im Vordergrund steht – so gelingt unser Leben.
(Sr. Roswitha Ruh, Künstlerin dieses Kreuz-Zeichens)
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Arme Dienstmägde Jesu Christi in Tiefenthal von 1898 an
Von Tiefenthal aus pflegten die Schwestern in den Ortschaften Neudorf (heute Martinsthal), Rauenthal und Oberwalluf die Kranken und Armen. Bald kamen sog. Verwahrschulen, später Kindergärten, und Nähschulen hinzu, und auch Miss Grainger wurde der übernommenen Verpflichtung getreu im Hause gepflegt. Nach ihrem Tod entwickelte sich im sog. englischen Haus ein „Damenheim“, d.h. ein Altenheim für anspruchsvolle ältere Frauen. Bald kam auch eine Haushaltungsschule hinzu. Die Schwestern hatten noch eine kleine Landwirtschaft im Tal der Walluf.
Dann veränderte sich die politische Situation in Deutschland.  1939 kamen zunächst Beamte der nationalsozialistischen Partei und verlangten ein tägliches Pensionsgeld, zahlbar an den Staat, für jede nicht mehr tätige Schwester in Tiefenthal, in Höhe von 3 Reichsmark.

Erneute Enteignung und Zerstörung
Bald danach wurde im August 1939 das Kloster beschlagnahmt. Die Schwestern hatten 30 Minuten Zeit, etwas zusammenzupacken und das Haus zu verlassen. Sie durften nur mitnehmen, was sie selbst tragen konnten. Drei Wochen, nachdem die Gestapo die Schwestern aus dem Kloster vertrieben hatte, brach am 1. September 1939 der Zweite Weltkrieg aus. Das Kloster wurde gleich zu Beginn des Krieges umfunktioniert in eine BDM-Schule.
Im Herbst 1943 wurde diese geräumt. 250 Mann der SS zogen ein. Sie errichteten im Kloster eine Spionage-Abteilung mit einer zugehörigen Funkstation. Durch Verrat an die Amerikaner wurde die Spionageabteilung ausfindig gemacht. Das Kloster wurde am 13. Februar 1945 bombardiert. Die 250 SS-Männer wurden von diesem Angriff während eines festlichen Gelages in der ehemaligen Kapelle überrascht. Sie sind wohl alle ums Leben gekommen. Acht Tage brannte das Haus, es wurde bis auf die Grundmauern zerstört. Den Rest trugen Plünderer davon. Niemand wusste, wie es mit dem Kloster weitergehen sollte.