Der Besitz des Klosters bis 1803
Als das Kloster enteignet wurde aufgrund des Reichsdeputationshauptschlusses von 1802, vollzogen und bekannt als sog. Säkularisation im Februar 1803, war es tatsächlich reich begütert. Es war ein zur Entschädigung sehr gut geeignetes Objekt, das der Staat an sich nahm. An Liegenschaften besaß das Kloster u.a.
in Bierstadt 288 Morgen Ackerland und 7,5 Morgen Wiesen sowie eine Hofreite
in Eltville 2 Morgen, 1 Viertel, 24 Ruten Weinberge;
6 Morgen, 22 Ruten Ackerland und weitere 121 Morgen Ackerland
in Erbenheim 176 Morgen Ackerland
in Hochheim 153 Morgen landwirtschaftliche Güter
in Neudorf (dem heutigen Martinsthal)
29 Morgen, 1 Viertel und 24 Ruten Wiesen und 13 Morgen, 1 Viertel, 24 Ruten Ackerland
in Rauenthal 19 Morgen, 2 Viertel, 37 Ruten Weinberge;
24 Morgen, 1 Viertel, 3 Ruten Ackerland, und 28 Morgen, 2 Viertel, 4 Ruten Wiesen in Tiefenthal.
Die Klostergebäude, bestehend aus einem großen Wohnhaus, einer kleinen Kirche, der Propstei, einer kleinen Mühle für den Klosterbedarf mit Backhaus, einem Brauhaus, mehreren Scheuern und Stallungen, einer separaten Mühle, die verpachtet war, und hinter dem Kloster nach Schlangenbad zu einen etwa 2 Morgen großen Garten, alles von einer Mauer eingeschlossen. Das Kloster lag teils in der Rauenthaler, teils in der Eltviller Gemarkung. Weiter gehörten dem Kloster 4 Morgen Ackerland, an das Kloster anschließend, sowie etwa 40 Morgen Eichen- und etwa 200 Morgen Buchenwald,
in Niederwalluf eine Wiese,
in Oberwalluf 25 Morgen, 3 Viertel, 2 Ruten Ackerland sowie einen Wingert, wenigstens 5,5 Morgen groß, in bester Lage,
in Wiesbaden 1 ansehnlicher Hof, bestehend aus Behausung, Stall und Scheuer, 1 Krautgarten vor dem Mainzer Tor, 2 Morgen, 8,5 Niederschläg Acker, sowie weitere 33 Morgen, 3 Ruten, 30,5 Niederschläg Ackerland.
Die Bezeichnungen sind uns nicht mehr alle bekannt, aber dass es ein wirklich großer Besitz war, den da Hofrat Kayser für das Herzogtum Nassau übernahm und verteilte, ist auch aus dieser Liste erkennbar.






