Der Kreuz-Anhänger hat eine tiefe symbolische Bedeutung:
Unser, mein Lebensbaum, wurzelt im Kreuz, aus dem durch Christi Erlösungstat neues Leben entspringt.
Das Samenkorn ist ein Symbol für Mutter Maria Katharina, die aus der Kraft des Kreuzes die Gemeinschaft ins Leben gerufen hat und sich getragen wusste von seiner – Christi – Liebe.
So wächst im Vertrauen auf diese Kraft der Baum als Sinnbild unserer Kongregation und meines persönlichen Lebens.
Die Blätter weisen hinaus in die Welt und stehen stellvertretend für viele Länder unserer Erde, in denen ADJC für Gottes Reich wirken.
Nur in Verbindung mit dem Kreuz Jesu wird dieser Baum weiterleben.
Tod und Auferstehung in der Offenheit, in dem Hindurchsehen, machen Zukunft möglich. Das Kreuz vor der offenen „Tür“.
Zeichen für Durchgang und Neuwerden, Sicheinlassen auf Unbekanntes, vielleicht Dunkles, um daraus wieder ins Licht zu treten.
Gleichzeitig aber ist diese Offenheit Einladung: Ich lasse den Mitmenschen ein und gebe ihm teil an meinem Leben, oder aber ich komme ihm entgegen nach draußen und wirke so Begegnung.
Ursprung, Halt und Stütze aus dem Kreuz, das im Vordergrund steht – so gelingt unser Leben.
(Sr. Roswitha Ruh, Künstlerin dieses Kreuz-Zeichens)
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Das ehemalige Kloster als Sitz adeliger Damen
Zunächst aber schien von etwa 1890 an Kloster Tiefenthal wieder bewohnt und gewertet, von Mrs. und Miss Grainger, mit ihrer zahlreichen Dienerschaft. Doch die beiden Damen waren kränklich, und insbesondere zur Pflege der Mutter wurde es bald nötig, fachliche Hilfe zu finden. Pfr. Thewaldt von Schlangenbad  empfahl den Damen die Ambulanzschwestern aus Eltville, Arme Dienstmägde Jesu Christi, insbesondere Schwester Jutta. Mit ihrem Eintreten in Tiefenthal schien die traurige Prophezeiung der  vertriebenen Äbtissin Constantia Geissler von 1803 endlich erfüllt, dass dem Haus erst wieder Segen zukomme, wenn Schwester Jutta zurückkehre.
Nach dem Tod von Mrs. Grainger brauchte auch Miss Philomina Grainger Hilfe und Pflege, da sie wie die Mutter an Schwindsucht litt. Nach Verhandlungen mit der Gründerin der Dernbacher Gemeinschaft, Mutter Maria Katharina, wurde am 23. April 1898, wenige Wochen nach deren Tod, in Tiefenthal eine neue Niederlassung der ADJC eröffnet.
In ihrem Testament bestimmte Miss Philomina Grainger, dass die Schwestern nach ihrem Tod das Kloster – mit allem Besitz und allen Schulden, insbesondere den Verpflichtungen gegenüber der Dienerschaft – übernehmen sollten. So geschah es auch.

Maria Katharina Kasper, 1820-1898,Gründerin der Armen Diensmägde Jesu Christi